Freitag, 19.03.2010

Schwarzer Protest gegen finstere Pläne


Nachdem die südafrikanische Minengesellschaft African Exploration, Mining and Financing Corp. (AEMFC) entgegen ihrem ursprünglichen Statement offenbar doch nicht bereit ist ihre Pläne aufzugeben, 4.700 Hektar bei Stellenbosch und Durbanville nach Mineralien und Erzen zu durchsuchen, ist es in der Weinregion auch zu ersten öffentlichen Protesten der Betroffenen gekommen. Die schwarze ANC-Regierung in Johannesburg wird jetzt erstmals auch mit Bildern wie diesen konfrontiert, die mir vom Magazin Farmers Weekly freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden: schwarze und farbige Farmarbeiterinnen, die gegen die Minengesellschaft demonstrieren, weil sie befürchten, dass durch deren Machenschaft ihre Jobs in Gefahr geraten werden.



Die Weinwirtschaft am Western Cape beschäftigt rund 300.000 Menschen. Ihre Bedeutung für den südafrikanischen Arbeitsmarkt ist aus mehreren Gründen von grosser Bedeutung. Zum einen ist es einer der drei erfolgreichsten (neben Diamanten/Gold und Autos) und einer der wenigen wachsenden Wirtschaftszweige des Landes. Daher steigt die Zahl der Beschäftigten kontinuierlich an. Zum anderen investiert die Weinwirtschaft wie kein andrer Wirtschaftszweig in Schulungen und Ausbildungen von ungelernten Kräften. Aber die Weinwirtschaft ist auch – so gestern Winemaker Bruce Jack bei unserem Roundtable-Gespräch in Hamburg „die letzte weisse Bastion“ und für viele ANC-Aktivisten ein Feindbild. Die Nationalisierung von Grund und Boden ist deren erklärtes Ziel. Und dafür scheint ihnen inzwischen jedes Mittel auch das von Lug und Trug oder politischer Konspiration recht zu sein. Mugabe und Zimbabwe lassen grüssen!
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Dienstag, 16.03.2010

Prestigeweine vom Kap (4): Perold 1996


Der 1996 erstmals produzierte „Abraham Perold - Op di Berg" von der Kooperative Wijnbouwers Vereiniging an Zuid Afrika (KWV) war in den 1990er Jahren der erste Versuch der südafrikanischen Weinwirtschaft einen Super-Premium oder gar Icon- Wein vom Kap zu lancieren.


Der Name des Weins erinnert zum einen an Abraham Izak Perold, dem Züchter der Sorte Pinotage und einer der Pioniere der modernen südafrikanischen Weinwirtschaft, und zum anderen ist der Zusatz "Op die Berg" ein Hinweis auf die spezielle Lage, nämlich einer Parzelle an den Nordosthängen des Paarl Mountains auf 550 Metern Höhe. Die Trauben für den Perold wachsen also in einem moderaten, kühleren Klima, das ihnen eine langsame Reifung ermöglicht. Es handelt sich um eine Selektion alter Syrah-Rebstöcke mit niedrigen Erträgen. Die Mazeration war mit sechs Tagen relativ kurz. Dennoch gelang Kellermeister Kosie Möller ein voluminöser extrakt- und alkoholreicher Wein (14 % vol), der 24 Monate in 300 l Fässern ausgebaut wurde und zwar in amerikanischer Eiche für die ersten 18 Monate und dann weitere sechs Monate in Fässern aus französischer Eiche. Ganze 3000 Flaschen gab es davon. Der Preis war für die damaligen Verhältnisse exorbitant: 200 Mark.
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Montag, 15.03.2010

Falstaff startet in Deutschland mit Hans Mahr


Wie das österreichische Nachrichtenmagazin "profil" in seiner heutigen Ausgabe berichtet, wird der frühere RTL-Chefredakteur Hans Mahr Herausgeber der Deutschland Ausgabe des österreichischen Gourmet- und Weinmagazins "Falstaff“. Der in Wien gebürtige Journalist und Medienmacher ist seit 2005 Vorstand Sport und New Business des Münchner Pay-TV-Senders Sky . Die Geschäftsführung für Deutschland übernimmt die von der Handelsblattgruppe kommende Verlagsmanagerin Ursula Haslauer, früher Geschäftsführerin des Wiener à la Carte-Magazins, also auch von daher mit der Materie vertraut. Die Wiener Falstaff Verlags-GmbH wird 75 Prozent an der deutschen Tochter halten, Mahr 15 und Haslauer zehn Prozent. Geplant sind vorerst sechs Ausgaben im Jahr. Vertrieben wird das Heft über die Verlagsgruppe Axel Springer. Die Investitionen in den Deutschlandauftritt beziffert Rosam mit einer Million Euro, für 2011 ist die Expansion in die Schweiz geplant. Mit Hans Mahr hat sich Rosam ein publizistisches Schwergewicht ins Boot geholt und damit seine Ambitionen untermauert den Falstaff zum Genussmagazin Nummer eins im deutschsprachigen Raum zu machen. Mittelfristig ist auch an Lizenzvergaben in Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und im Alpen-Adria-Raum geplant.

Mehr zu diesem Thema:

Falstaff – Relaunch und Expansionspläne


Sonntag, 14.03.2010

Prestigeweine vom Kap (3): Boekenhoutskloof Syrah 1997


Das Weingut Boekenhoutskloof zählte zur Jahrtausendwende zu den Shooting Stars der südafrikanischen Weinszene. Auf Anhieb erhielt der 1997er Shiraz fünf Sterne im Platters-Guide. Zweiter Paukenschlag: in einem Vergleichstasting mit Syrahs aus Frankreich (u.a. Clos des Truffiers, La Chapelle) und australischen Shiraz (u.a. Grange und Octavius) schnitt er als bester Kapwein vor Saxenburg und Perold ab und liess selbst Jaboulets La Chapelle hinter sich. Das war Sensation genug.



Die Weine des Premierenjahrgangs waren binnen weniger Wochen ausverkauft. Diesen Wein habe ich damals mit 92/100 bewertet und im Capital Wein Compass so beschrieben: Dunkles, dichtes Rubinrot. Eine Nase mit Karamel, Vanille, Makronengebäck, konzentriertes schwarzes Beerenkompott, Toast und die charakteristischen Würznoten des Syrah, schwarzer Pfeffer, Pflaumenmus, Schokolade. Ein beeindruckender Wein, aber nur eine Ahnung dessen was hier in den nächsten Jahren noch kommen wird. Kraftvolle Säure, schöne Würze am Gaumen. Aber vor allem eine volle, weiche Süsse, dickflüssig und cremig mit satter Brombeer- und Blaubeerfrucht. Sehr langer Abgang.“

Freitag, 12.03.2010

Heitlinger gewinnt Corporate-Design-Wettbewerb


Gestalterische Einfachheit und Klarheit bestimmen die prämierten Konzepte von Unternehmen der deutschen Weinwirtschaft, die im Rahmen des zehnten Corporate-Design-Wettbewerbs des Deutschen Weininstituts (DWI) und des "deutschen weinmagazins" eingereicht wurden. Der erste Preis ging nach Baden und zwar an das Weingut Heitlinger in Östringen-Tiefenbach, das nach Ansicht der Juroren ein fulminantes Erscheinungsbild eingereicht, das sich schon bei der Wettbewerbs- Präsentation auf den ersten Blick gegen alle anderen Bewerber abgehoben habe. Auf der Basis des Firmennamens wurde der Anfangsbuchstabe „H“, aufgebaut aus einem Quadrat, zum tragenden Design-Element.



Platz zwei und drei belegten das Weingut Karl Kurt Bamberger & Sohn in Meddersheim (Nahe9 und das Weingut Andreas Männle in Durbach (Baden). Die Jury vergab ausserdem zwei Sonderpreise und zwar an die Pieroth GmbH, die Weine anbietet, auf deren Etiketten in Blindenschrift Produktinformationen geprägt sind, und an die Gebietsmarke Grüner Markgräfler, mit der neun Weinbaubetriebe aus dem Markgräfler Land gemeinsam Weine auf der Basis der Rebsorte „Gutedel“ als leichten Sommerwein mit regionalem Charakter vermarkten.

Wein-Einbahnstrasse Österreich - Deutschland


Die Österreich Wein Marketing (ÖWM) meldete heute für das Jahr 2009 sensationelle Absatzzahlen. Aus den neuesten Zahlen der Statistik Austria ergibt sich für das Gesamtjahr 2009 beim Export eine Steigerung von wertmässig 5,3 Prozent, mengenmässig sogar um 16 Prozent. Die Exportmenge erreichte demnach knapp 70 Mio. Liter, der Umsatz stieg von knapp 113 Mio. auf fast 119 Mio. Euro.. Schrittmacher dieser Entwicklung der Weinexporte sind Schlüsselmärkte wie vor allem Deutschland mit einem Mengenzuwachs von 15 Prozent auf knapp 50 Millionen Liter und einer Steigerung des Werts um neun Prozent auf 16,1 Millionen Euro. Dagegen nehmen sich die deutschen Weinexporte nach Österreich geradezu mickrig aus. Sie dümpeln seit Jahren zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Litern und einem Wert von drei bis vier Millionen Euro dahin.

Donnerstag, 11.03.2010

Prestigeweine vom Kap (2): Vergelegen 2000


Die Rotweine Des Weingutes Vergelegen in Somerset West gelten vielen Fans als das Prestige der südafrikanischen Weinwirtschaft schlechthin. Ich war damit nie ganz einverstanden, aber zu den besten Weinen des Landes zählt der rote Vergelegen schon lange. Ende der 1990er Jahre war er sozusagen auf die 5 Sterne bei Platter abonniert. Danach wurde er als Flaggship-Wein abgelöst von der Superpremium Selektion „V“. Ich frage mich bis heute, ob das nötig war. Mouton oder Latour machen ja auch keinen XXL –Versionen ihrer Grands Vins.



Der 2000er Vergelegen ist ein merkwürdiger Wein, den ich Anfangs wohl unterschätzt habe. Aber da ich mir bei meinem ersten Urteil nicht sicher war, habe ich drei Flaschen davon weggelegt. Eine davon kam jetzt für diese klein Verkostungsserie wieder ans Tageslicht. Die Farbe ist noch immer sehr vital, tief rubinrot. Sehr viel feines, schwarzstaubiges Depot. Die Nase zeigte zum einen eine schöne rote Frucht, aber auch deutlich mineralisch, rauchige Noten, erdig, malzig, nasses Unterholz. Über allem liegt aber ein recht garstiger Stallstinker. Was der Wein braucht ist viel, viel Luft. Nach zehn zwölf Stunden ist dieser unangenehme Ton dann völlig verschwunden. Kirschduft und Pflaumenkompottkommen in den Vordergrund. Der Wein wirkte dann auch etwas alkoholisch wie Amarenakirsche mit Brandy. Die Rauchnote verändert sich Richtung Teer, Leder und dunklem Tabak. Am Gaumen dafür schon anfangs recht klar, rotfruchtig. Gewann mit der Zeit mehr und mehr Würze, zeigte eine gewisse Verwandtschaft zu Weinen wie wir sie aus Graves und Pessac Leognan in Bordeaux kennen. Dieser Wein braucht mindestens noch fünf oder auch zehn Jahre um sich wirklich zu harmonisieren. 90/100

Minenpläne in Stellenbosch gestoppt #update


Am frühen Abend kam es, wie erwartet: das endgültige Aus für die Minenpläne der African Exploration Mining and Finance Corporation (AEMFC) in Stellenbosch und Durbanville. Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft Mputumi Damane hat offiziell den entsprechenden Antrag beim Department of Mineral Resources zurückgezogen, nachdem dessen Chef erklärt in einem Interview klargestellt hatte, dass man die Pläne nicht genehmigen werde. Auch Regierungsmitglieder in Johannesburg sollen entsprechenden Druck gemacht haben

Mehr zu diesem Thema:

Minenpläne in Stellenbosch vorerst gestoppt
Minenindustrie bedroht Südafrikas Weinberge
Die Jagd nach nicht vorhandenen Bodenschätzen

Das erste Interview der deutschen Michelin-Chefin


Seit einem Jahr leitet Juliane Caspar die Redaktion des legendären Michelin Guide France in Paris, als erste Frau überhaupt. Und zum ersten Mal ist diese Position nicht mit einem Franzosen besetzt. Nachdem Juliane Caspar, die aus dem Ruhrgebiet stammt, in den ersten zwölf Monaten als „mächtigsten Frau der internationalen Gastronomieszene“ keine Interviews gegeben hatte, stand sie aus Anlass der Veröffentlichung des ersten französischen Guides, der unter ihrer Leitung entstanden ist, dem Webblog „Kompottsurfer“ nun erstmals für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung: „Man überschätzt den Chauvinismus der Franzosen.“


Twitter wird zum globalen Newsfeed


Der Kurznachrichtendienst Twitter wird immer mehr zu einem globalen Newsfeed. Nur 21 Prozent der Nutzer seien "wahre Twitter-User" und machen von ihrem Account regelmäßig Gebrauch. Der überwiegende Großteil sei hingegen nur Teil der Plattform, um die Kurznachrichten anderer User zu lesen, statt selbst welche zu schreiben. So das Ergebnis der Studie „Twitter Trends“ von Barracuda Networks. Auch der Münchner Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikation, vertritt diese Auffassung: "Twitter ist ein Beschleuniger der Kommunikation und kein Social Network wie Facebook oder MySpace.

Minenpläne in Stellenbosch vorerst gestoppt


Die Farmer und Winzer in Stellenbosch und Durbanville können erst mal aufatmen. Ihren Protesten gegen die Pläne der staatlichen Minengesellschaft African Exploration Mining and Finance Corporation(AEMFC), auf ihren Ländereien nach Mineralien und Metallen suchen zu wollen, ist ein erster Erfolg beschieden. Die Minenpläne scheinen vorerst gestoppt.

Mittwoch, 10.03.2010

Eintausend Shoppingcenter in Osteuropa geplant


Von wegen der Konsumrausch hat ein Ende. Selbst die anhaltende Wirtschaftskrise konnte den Vormarsch der Einkaufszentren in Europa bisher nicht stoppen. Vor allem in Mittel- und Osteuropa Raum breiten sich Shopping Center rasant und großflächig aus. Angesichts des Abschwungs wurden zwar viele Projekte verschoben, aber nicht aufgegeben. Dies zeigt der alkuelle Standortberater RegioPlan Consulting. Im Vorjahr wurden in Osteuropa knapp 160 derartige Konsumtempel eröffnet. Derzeit sind rund 1.000 weitere Projekte angekündigt, so viele wie nie zuvor. Da die Kaufkraft in Osteuropa derzeit aber nur langsam wächst heizen die neuen Flächen den Verdrängungswettbewerb an.


Weinblogger-Roundtable mit Bruce Jack


Am 18. März findet et im Hamburger Hafen-Klub unser dritter Weinblogger Roundtable statt. Das Thema lautet: „Why the wineindustrie is sexy“. Nach Arend Heijbroek, Senior Analyst der niederländischen Rabobank, und Lars Hoelgaard, für Wein zuständiger Generaldirektor der europäischen Landwirtschaftskommission in Brüssel , ist dieses Mal Bruce Jack aus Kapstadt unser Gast. Bruce Jack ist einer der prominentesten und kreativsten Weinmacher Südafrikas und gilt als Vordenker des Terroirgedankens am Kap.



Vor zwei Jahren hat er sein Weingut Flagstone in Somerset West an den grössten Weinkonzern der Welt verkauft. Seither ist er nicht mehr nur für seine eigenen Weine verantwortlich sondern auch zuständig für das Markenweingeschäft von Constellation Brands in Südafrika speziell für Kumala, den weltweit erfolgreichsten Markenwein des Landes. Dieser wird nach einem grundlegenden Relaunch derzeit von der Hawesko-Tochter Wein Wolf in Deutschland eingeführt. Die einladenden Blogger und Wein Onliner sind neben dem federführenden Drink Tank Michael Pleitgen (Berliner Weinakademie) aus Berlin, Eckhard Supp (enoworldwine) aus Hamburg, Stephan Reinhardt (Weinwisser) Lüneburg und neu in der Runde Bernhard Degen (Falstaff online) aus Wien. Ausserdem werden als Gäste Markus Eser, Premium Wine Manager von Constellation Europe und Guido Siebdrat, Geschäftsführer von Wein Wolf, unsere Gäste sein.

Dienstag, 09.03.2010

Fast 30 Millionen Menschen kaufen im Internet


In Deutschland haben im ersten Quartal 2009 rund 29,5 Millionen Menschen Waren und Dienstleistungen über das Internet bestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages mitteilt, waren das 55 Prozent aller Internetnutzer dieses Zeitraumes. Seit Jahren steigt die Zahl der Personen, die Waren oder Dienstleistungen über das Internet einkaufen, stetig: 2009 gegenüber 2008 allein um knapp zwei Millionen.

Online-Werbung soll Print 2010 erstmals überholen


In diesem Jahr soll Online-Werbung erstmals Print überholen. Laut einer aktuellen US-Erhebung von Outsell werden die Werbetreibenden 2010 mehr in digitale Kampagnen investieren als in gedruckte Medien. Von insgesamt 368 Mrd. Dollar sollen nach der Prognose 32,5 Prozent in die Online-Werbung fliessen und nur 30,3 Prozent in Print.

Die Jagd nach nicht vorhandenen Bodenschätzen


Heute läuft die Einspruchsfrist gegen die Pläne der südafrikanischen Minengesellschaft African Exploration, Mining and Financing Corp. (AEMFC) ab, die in der Region südlich von Stellenbosch 4.700 Hektar Weinberge und Farmland nach Metallen untersuchen will. Ich bin gespannt wie viele Gegner und Betroffene sich haben registrieren lassen und ihre Einwände schriftlich vorgebracht haben und ob dies letztlich ausreicht das Vorhaben zu stoppen. Dies könnte eine blühende und erfolgreich vermarktete Kulturlandschaft so verwüsten, wie es diese Fotomontage es zeigt.



Dabei stellt sich die Frage, ob es die angeblich dort vorhandenen Bodenschätze überhaupt gibt. Unabhängige Geologen wie Stephen Davey stellen die Pläne nämlich grundsätzlich in Frage. So soll es z.B. von einigen der gesuchten Stoffe wie z. B. Lithium keinerlei Vorkommen geben und beim Zinn habe der historische Abbau gezeigt, dass die Vorkommen viel zu gering sind um rentabel sein zu können, so Davey. Das Vorhaben von AEMFC sei in seinen Augen ein Witz. Es stelle sich die Frage ob die Gesellschaft überhaupt je einen Geologen befragt habe. Inzwischen sind auch die Ergebnisse früherer Untersuchungen bekannt geworden wie die Arbeiten des Geologen Robbie Hill, der die Bottelary-Region 1981 im Auftrag des staatlichen Councils for Geoscience untersuchte und wie auch zwei andere Untersuchungen 1992 und 2003 zu dem Ergebnis kam, dass keine abbauwürdigen Zinnvorkommen dort gibt. Diese Berichte liegen nach Informationen des Drink Tank auch der Regierung und dem Parlament in Johannesburg vor.

Sonntag, 07.03.2010

Prestigeweine vom Kap (1): Christine 1995


Immer wieder höre und lese ich, dass Rotweine aus überseeischen Weinbauländern nicht so gut reifen könnten wie vergleichbare europäische Weine speziell natürlich die aus Bordeaux. Das ist ein hartnäckiges Vorurteil. Für die meisten entzieht es sich einer Überprüfung, da sie über keine nennenswerten Bestände älterer Überseeweine verfügen und man diese auch hierzulande kaum bekommen kann. Zu dem einen oder anderen Kultwein aus Australien bzw. Kalifornien wie Grange, Opus One, Dominus gibt es natürlich Notizen von Vertikalverkostungen, die das Gegenteil mehr als deutlich belegen. Aber auch da trifft meine Vermutung wohl zu, dass die meisten, die sich abfällig und pauschal über das mangelnde Potenzial von Überseeweinen auslassen, diese Icons nie getrunken haben. Angesichts der Preise und der Seltenheit dieser Weine ist das auch kein Wunder.



Für Weine aus Südafrika gibt es solche Notizen so gut wie nicht mit Ausnahme von Kanonkops Paul Sauer. Diese Weine hat in der Vergangenheit kaum jemand ausserhalb des Lands gesammelt. Dabei gibt es von vielen Premium-Rotweinen vom Kap inzwischen 15, 20 oder auch mehr Jahrgänge, die man verkosten könnte. So zum Beispiel vom Bordeaux Blend „Christine“ des Weingutes Buitenverwachting in Constantia. Der wird seit den 1980er Jahren produziert. Das Cuvée besteht überwiegend aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc mit einem kleinen Anteil Merlot. Bereits der 1989er zählte zu den Double Gold Gewinnern des Veritas Awards. Er wird jedes Jahr zum gleichen Termin, nämlich dem Geburtstag der Inhaberin Christine Müller am 18. September dem Handel vorgestellt und ist binnen einer Stunde ausverkauft. Das hat schon etwas von Kult. In den kommenden Wochen werde ich einige dieser Weine mit reiferen Jahrgängen vorstellen.

Blog-Suche via Google: unaktuell und inkompetent


Auch die neue Version der Blog-Suche von Google News ist in Sachen Aktualität und Gewichtung der Nachrichten so ziemlich das untauglichste Instrument, das die Medienwelt derzeit zur Verfügung hat. Wenn man aktuell z.B. das Stichwort Wein eingibt, erhält man folgende drei Top-Meldungen angeboten:
China2day.de (03.03. 2100): China bald im Kreise der großen Weinnationen? – eine Asbach-Uralt-Story neu aufgewärmt.

Nikos Weinwelten (28.02.2010): Wein aus Südafrika zu Gast in der Pfalz – eine reine PR-Meldung.

Nikos Weinwelten (19. 02. 2010): Die Berben, die Berlinale und der Wein – aus der Rubrik Klatsch und Tratsch.
Keine Hawesko-Bilanz, keine Constellation-Weinwolf-Deal, kein Streit zwischen Minenindustrie und Weinwirtschaft in Südafrika, keine Anteprima in Italien, keine Folgen des Erdbebens in Chile für die dortige Weinindustrie, kein Höhenflug der Bordeaux-Preise etc. etc.. Das sind alles relevante Themen, die in deutschsprachigen Weinblogs in den vergangenen Tagen und Wochen kompetent angehandelt wurden teilweise über 48 Stunden früher als in allen anderen Medien. Aber Google ist nicht in der Lage das zu erfassen und zu liefern. Man kann das Beispiel nahezu beliebig mit anderen Stichworten wiederholen wie ich es an diesem Wochenende getan habe. Immer ergibt dies ein ähnliches Ergebnis. Die Blog-Suche von Google kann zwischen echten redaktionellen News und PR-Veröffentlichungen nicht unterscheiden, sie ist unaktuell und inkompetent, weil offenbar die meisten wichtigen Fach-Blogs im Gegensatz zu als Blogs getarnten PR-Portalen wie z.B. inar.de nicht in die Suche einbezogen werden.

Freitag, 05.03.2010

Minenindustrie bedroht Südafrikas Weinberge


Die von weissen Landbesitzern dominierte Weinwirtschaft in Südafrika ist offenbar einigen Hardlinern der Regierungspartei African National Congress (ANC) von Präsident Jacob Zuma ein Dorn im Auge. Nur so kann man sich ein abenteuerliches Projekt erklären, das derzeit am Kap für grosse Aufregung sorgt.

Die staatlich kontrollierte südafrikanische Minengesellschaft African Exploration, Mining and Financing Corp. (AEMFC) hat einen Antrag gestellt in den südlichen „Winelands“ von Stellenbosch und auf dem Gebiet der Durbanville Hills nach Bodenschätzen wie Zinn, Zink, Lithium Kupfer, Mangan oder Silber suchen zu dürfen. Falls es im Ernstfall tatsächlich zu einer Abbaugenehmigung kommen sollte, wären davon rund 4.700 Hektar betroffen auf denen sich neben rund 100 Farmen auch einige prestigeträchtige Weingüter befinden so u.a. Jordan, Saxenburg, Mooiplaas, Langverwacht, Zevenwacht, Haasendal, Rosendal, Hooggelegen und De Grendel. Nur zum Vergleich der Grössenordnung: diese Fläche entspricht der Rebfläche der vier deutschen Anbaugebiete Bergstrasse, Rheingau, Mittelrhein und Ahr zusammen genommen.



Dem Antrag wurde bis jetzt nur provisorisch stattgegeben. Die Veröffentlichung des Antrags im Februar erfolgte allerdings so spät, dass kaum noch Möglichkeit und Zeit für Einsprüche der Betroffenen besteht. Am 9. März bereits läuft die letzte Frist ab. Derzeit formiert sich – wenn auch in letzter Minute - massiver Widerstand gegen das Projekt. Die Medien des Landes sind aufgewacht. Es gab erste Winzer- und Farmerproteste. Organisationen wie Wines of South Africa (WOSA), die Cape Winemaker Guild oder die südafrikanischen Sektion des World Wide Fund for Nature (WWF) haben sich hinter die Proteste gestellt. Auch die führende Oppositions-Partei Demokratische Alliance von Helen Zille bezog Stellung gegen dies Pläne. Gary Jordan einer der betroffenen Winzer hat begonnen über das Internet die Welt-Öffentlichkeit zu mobilisieren. Seine Facebook-Seite STOP Mining our winelands ist derzeit der Zentrum dieser Aktivitäten. Über Nacht haben sich dort mehr als 1.000 Menschen aus aller Welt eingetragen um ihre Solidarität zu bekunden. Ausserdem hat Jordan eine Seite eingerichtet auf der man ein Protestformular herunterladen und verschicken kann.

Mittwoch, 03.03.2010

Schriller Snack & Rakas Spliced


Jogi Löw und Diego Maradona, die beiden Nationaltrainer von Deutschland und Argentinien, hatten uns für heute Abend einen heissen Tanz auf dem grünen Rasen versprochen. Entsprechend feurig und schrill ist mein erster Kick´n braai Snack ausgefallen: dünn geschnittenes argentinisches Rinder-Huftsteak und Cape-Malay-Curry-Weisswurst. Und als ob ich´ s geahnt hätte, dass die Argentinier die Unsrigen einwickeln werde, habe ich daraus ein Roulade geformt. Dazu gab´s als Referenz an das Gastland der WM Mama Africas Hot Chili Sauce, Burts hand fried Potato Chips salt & black pepper und als Wein der rote Spliced 2006 von Raka aus Overberg in Südafrika. Das ist ein angenehmer Grillwein meistenteils aus Merlot mit einem Drittel Cabernet Sauvignon und Ruby Cabernet. Für sich allein getrunken ein wenig ein dimensional schmeckend, aber zusammen mit richtig scharfen Gewürzen dann doch ein echtes Beauty. Kostet bei Viehhausers Weinhandel in Hamburg 9,20 Euro.



Die Argentinier mit massivem Doppelvierer-Riegel, Doppelspitze und konsequentem Pressing wirkten eingespielter, besser organisiert. Die Deutschen erstmals mit Ballack und Schweinsteiger als Doppelmittelfeld und meinem Favoriten Rene Adler im Tor. Dem unterlief leider der bedauerliche Fehler zum 1: 0 der Argentinier. Das war sicher noch nicht die Anfangsaufstellung der deutschen Mannschaft fürs erste Spiel bei der WM gegen Australien. Da ist noch Einiges an Hausaufgaben zu machen und Personalentscheidungen zu treffen. Um Spieler zu testen mag die Aufstellung gut gewesen sein, als Erfolgssystem war sie sicherlich falsch. Falls wir tatsächlich im Viertelfinale in Kapstadt erneut gegen Argentinien antreten müssten, sollte Löw dies nicht wie heute mit einer einzigen Spitze tun. Das wäre dann vermutlich das Ende aller Titelhoffnungen.

Noch 100 Tage


Bis zum Anpfiff für due Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sind es noch 100 Tage und die Stadien werden – was viele nicht geglaubt haben – natürlich alle rechtzeitig fertig. Aber jetzt geht die Sorge um ob sie überhaupt voll werden. Ursprünglich wurden 450.000 internationale Besucher erwartet. Die Zahl wurde inzwischen um knapp 100.000 nach unten korrigiert. "Wir haben an diese Weltmeisterschaft geglaubt, aber warum hat die Welt dies nicht", fragte Fifa-Präsident Sepp Blatter auf einer Pressekonferenz. Ganz einfach. Weil die FIFA unter der Herrschaft von Blatter zu einem der grössten Abzocker-Vereine der Welt geworden ist. In Südafrika werden derzeit über Firmen Tickets an Angestellte verschenkt (was ich persönlich sehr begrüsse; denn so kommen richtigen Menschen in die Stadien!) und in Deutschland muss man 1800 bis 2000 Euro dafür bezahlen. Das ist mit dem Wort Wucher noch sehr gnädig umschrieben. Kein Wunder, dass fast 450.000 Übernachtungen mangels Bedarf an die südafrikanischen Hotels zurückgegeben werden mussten. Hinkommen tut so wie so niemand mehr; denn die Flüge sind längst alle ausgebucht. Jetzt hat die FIFA angekündigt, die billigste Ticket-Kategorie, die nur Südafrikaner kaufen können, deutlich auszuweiten. Statt 11 Prozent gehören nun plötzlich 29 Prozent aller Sitze zur vierten Kategorie. Die Art und Weise wie die FIFA die Tickets über Exklusivagenturen gekoppelt mit Reisearrangements versucht an den Mann zu bringen, ist in meinen Augen eigentlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Samstag, 27.02.2010

Österreichs „Stolz“ im Ausverkauf


Mein Preis für das dümmste Weinlabel des Jahres geht vorerst an diesen Discounter-Wein, den ich heute bei Penny gefunden habe: Swinging Mountain - Pride of Austria - really red Blauer Zweigelt Reserve 2007. Seit wann wachsen Österreichs Reben auf den Höhen der Alpen wie die Gebirgssilhouette suggeriert? Und kann ein Zweigelt etwas anderes sein als wirklich rot, es sei denn als Rosé? Es wäre unangebracht diesen Unsinn dem Vermarkter anzulasten; denn Abfüller ist keiner der üblichen Verdächtigen aus Deutschland, sondern ein österreichischer Betrieb, die Aichenbergkellerei GmbH mit Sitz in Niederrußbach, der grössten Weinbaugemeinde des Bezirkes Korneuburg im westlichen Weinviertel (Niederösterreich). Der Quatsch ist also hausgemacht.



Dieser Prestige und Lifestyle vorgaukelnde Wein stand bei Penny für sage und schreibe fzum Aktionspreis von 1,49 Euro (statt 2,69 Euro) im Regal neben der Kasse. Kann man darauf stolz sein? Er bewegt sich damit auf dem gleichen Preisniveau wie der Mazedonische Rotwein lieblich und wird nur noch unterboten vom Chile Cabernet und Merlot del Veneto für 1,39 Euro. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Preis liegt jenseits jeglicher Schmerzgrenzen. Eine Reserve als Bückware! Das hat meines Wissens vorher noch niemand geschafft. Viel tiefer kann man in der Weinwelt nicht mehr sinken! Und das passiert zu einem Zeitpunkt, da man im Weinviertel gerade dabei ist mit dem Jahrgang 2009 eine offizielle DAC Reserve zu propagieren, für die ein Mindest-EVP von 12 Euro vorgeschrieben werden soll. Ich habe diesen Wein heute Nachmittag probiert und er gehört zu den Tropfen, bei denen ich freiwillig nicht übers erste Glas hinauskomme: technisch sauber gemacht, schwach in der Farbe, dünn und leicht süss, gehaltlos, sehr kurz und ohne Sortentypizität, ein banaler Allerweltswein. Gar einen Reserve-Charakter konnte ich da beim allerbesten Willen nicht entdecken. Mit solcher Aktionsware macht man sich ganz schnell das Renommee, das man zu erwerben gedenkt, schon im Vorwege kaputt. Wie voll müssen da bei einigen Erzeugern an der Donau die Läger sein, dass so etwas möglich ist?

Montag, 22.02.2010

Hawesko-Aktie auf Höhenflug


Die Aktie des Hamburger Weinhandelskonzerns HAWESKO hat wie bereits am vergangenen Freitag vom Weinreporter gemeldet zu einem neuen Höhenflug angesetzt und steht kurz davor ein neues Allzeithoch zu erreichen. Nach einem Anstieg von 2,59 Prozent am Freitag legte sie heute erneut um 3,36 Prozent zu und notiert jetzt bei 24 Euro nahe dem bisherigen Höchststand von 25,70 Euro vom 25. Mai 1998.



Auslöser für diese Phantasie war die Ankündigung, dass die Bonner HAWESKO Tochter Wein Wolf ihre Zusammenarbeit mit dem Wein-Weltmarktführer Constellation Brands verstärken wird. Nach der Übernahme der erfolgreichsten südafrikanischen Marke Kumala wird Wein Wolf ab März auch drei weitere überseeische Marken aus dem Portfolio von Constellation Brands exklusiv in Deutschland vertreiben: Robert Mondavi und Ravenswood aus den USA sowie mit Hardys, den weltweit meistverkauften australischen Wein. Diese Neuzugänge dürften sich in der Bilanz von HAWESKO mit einem deutlichen Umsatzzuwachs bemerkbar machen. Das Unternehmen ist damit zu einem der wichtigsten Anbieter von Weinen aus Übersee geworden.

Schweizer Discounter Wein-Test


Die Schweiz hat über den einheimischen Discounter Denner traditionell ein bemerkenswert gutes Basis-Sortiment beim Wein. Für die beiden deutschen Mitbewerber Lidl und ALDI, die verstärkt auf den Schweizer Markt drängen, eine echte Herausforderung; denn Wein ist für Discounter zu einem Schlüsselsegment für Neukundengewinnung geworden. Peter Keller hat für die Online-Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung 18 Discounter-Weine von Denner Lidl und Aldi im Preissegment zwischen 3,99 SF (2,67 Euro) und 8,95 SF (5,99 Euro) getestet und drei für richtig gut befunden. Sein Fazit: eine erstaunliche Ausbeute! Die drei Testsieger:
Fendant Plein Soleil 2008
Féderation des Caves de Producteur de Vins du Valais, 5,95 SF (Denner)
Salvagnin Rouge 2008
Schenk, Rolle, 5,29 SF (Lidl)
Rioja Banda Azul Crianza 2005
Peternina, 7,95 SF (Denner)
Zur Situation auf dem Schweizer Weinmarkt gibt es in dem Artikel einige interessante Fakten wie diese: Denner ist hinter der Coop der zweitgrösste Weinhändler der Schweiz. Nach Schätzungen beanspruchen die beiden rund zwei Drittel des Marktes für sich. Das Denner-Sortiment umfasst rund 300 Weine. Lidl bringt es derzeit auf 90 und ALDI auf 60 Positionen.

Mittwoch, 17.02.2010

Deutschlands Gastronomie seit 15 Jahren im Minus


Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland 2009 nominal 4,1 Prozent und real 6,1 Prozent weniger um als im Jahr 2008. Dies ist der zweitgrösste Rückgang seit dem Jahr 2001 als in Folge der Euroeinführung der Umsatz um 8,2 Prozent sank. Seit 1995 ist es bereits das 13. Jahr mit einem Minuszeichen. Nur in den Jahren 2000 (+ 0,2 %) und 2006 (+ 0,1 %) gab es minimale reale Zuwächse. Von den Umsatzrückgängen sind alle Bereiche des Gastgewerbes derzeit nahezu gleich stark betroffen. So sanken die Umsätze im Dezember 2009 im Beherbergungsgewerbe real um fünf Prozent, in der Gastronomie real 5,9 Prozent und innerhalb der Gastronomie bei den Caterern real um 5,2 Prozent.

Freitag, 12.02.2010

Immer mehr Ausländer investieren in Kapwein


Südafrikas florierende Weinindustrie wird offenbar immer interessanter für ausländische Investoren. Nach Angaben der Wines of South Africa (WOSA) gibt es derzeit mindestens 111 bekannte ausländische Investoren sei es als alleinige Inhaber, Teilhaber oder Joint Ventures Partner am Kap. Dies entspricht knapp 20 Prozent der südafrikanischen Weinerzeuger. Die Investoren kommen aus der ganzen Welt vor allem aber aus Amerika und Europa aber auch aus Israel, Russland, Singapore, Australien und dem Congo. Nach dieser Aufstellung stammen die meisten aus Holland, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz. Unter den deutschen und schweizerisch Investoren sind private Entrepreneurs wie Roland Seidel (Seidelberg), Ernest Bürgin (Mont Destin), Adrian Bührer (Saxenburg) oder Markus Rahmann (Asara), aber auch Unternehmen wie die Schörgruber Gruppe, die das drittälteste Weingut am Kap Blaauwklippen erwarb, oder die Hess Group, der Glen Carlou gehört.

Donnerstag, 11.02.2010

ProWein öffnet sich für Weinblogger


Die Düsseldorfer Messe gibt ihre bisher gepflegte Zurückhaltung gegenüber Bloggern auf und will bei der diesjährigen ProWein, die vom bis März 2010 stattfindet, erstmals Weinblogger eine offizielle Presse-Akkreditierung ermöglichen. Ausserdem wird es in Zusammenarbeit mit Michael Pleitgens Berliner Weinakademie am Sonntag und Montag jeweils am Nachmittag von 16.30 h bis Messeschluss einen Bloggerstammtisch im Pressezentrum geben. Im vergangenen Jahr fand dies noch an einem Messestand statt. Nach diesem Testlauf will die Messe für die kommenden Jahre über weitere mögliche Kooperationen mit Weinbloggern nachdenken und ist für diesbezügliche Anregungen offen.

Dienstag, 09.02.2010

Wein-Meinungsmacher auf Facebook


Facebook gewinnt für die internationale Weinszene mehr und mehr an Bedeutung als Plattform zum schnellen Informations- und Meinungsaustausch. Neben Hunderten von bekannten und weniger bekannten Weingütern, prominenten Weinmachern, Händlern, Managern und Agenturen nutzen vor allem zahlreiche Meinungsmacher seien es Journalisten, Autoren, Blogger oder auch Printmedien die Möglichkeiten, die ihnen dieses globale soziale Netzwerk bietet.

Der hier professionell gesammelte Informationsgehalt ist beachtlich und übertrifft in Sachen Wein alle anderen Netzwerke mit Ausnahme von Twitter. Relevante Nachrichten von der Eisweinlese in Deutschland, den Primeurpreisen in Bordeaux bis hin zu Parker-Punkten, Auktionsrekorden oder dem neuesten Branchenklatsch verbreiten sich dank dieser beiden Dienste heute weltweit praktisch in Echtzeit. Man muss nur die für die eigenen Interessen besonders relevanten Informationsquellen in entsprechend personalisierten Streams zusammenfassen und schon hat man seine eigene komplette Wein-Video-Nachrichten- und Bildershow.

Montag, 01.02.2010

Auch Vinum bekommt eine neue Optik


Die Szene der deutschsprachigen Weinzeitschriften bleibt in Bewegung. Nach dem erfolgreichen Falstaff-Relaunch in der vergangenen Woche, will sich jetzt auch das schweizerische Wein-Magazin Vinum in neuer Gestalt präsentieren. Dies berichtet der Schweizer Mediendienst Klein Report heute morgen. Dafür wurde das Blatt von der Designerin Katja Hölsli neu gestylt. Premiere wird in der April-Ausgabe sein. Klein Report zitiert Vinum Verleger Roland Köhler nach einem Gespräch: "Wir haben die Zeitschrift nicht neu erfunden, aber neu inszeniert. Mit Haptik, Layout, Redaktion, Themenwelten, Rubriken und Bildsprache wollen wir die Leser auf eine Zeitinsel entführen und sie für einige Stunden vom Alltag ablenken. Das neue «Vinum» solle eine Mischung aus Innovation und Tradition werden, das nicht nur Wissen und Tiefgang biete, sondern auch Ästhetik, Esprit und Sinnlichkeit. Allerdings muss Köhler - auch dies meldet Klein Report heute - erstmal den Abgang seines gerade erst neu eingestellten Verlagsleiters Andi Huggel verkraften. Dieser war zuletzt Verlagsleiter des dreisprachigen Migros-Kochmagazins «Saisonküche» und zuvor im Print- und Onlinebereich verschiedener Schweizer Verlagshäuser tätig. Noch sei die Nachfolge nicht geregelt. Vorübergehend wird Köhler dies selber übernehmen, zusammen mit seinem Stellvertreter Nicola Montemarano.

Donnerstag, 28.01.2010

Thänk you ...


... for speising, trävelling änd not foning wiss se Deutsche Bahn. Nach langer Zeit mal wieder eine meiner Speisenwagengeschichten, gestern und heute zwischen Hamburg und Berlin. Zur Zeit wird dort sächsisch gekocht bzw. gemikrowellenherdet nach Rezepten von Dirk Schröer, Sterne-Koch aus dem Restaurant „Caroussel“ in Dresden.



Die Soljanka meines Nachbarn machte einen guten Eindruck: reiche Portion und animierender Duft. Auch meine Sauerkraut-Suppe mit Apfelmost und Kasseler war sehr appetitlich, während die Königsberger Klopse darunter litten, dass die Kapernsauce arg versalzen war. Wie kann das eigentlich bei einem Convenience Produkt aus der Plastiktüte passieren? Müsste da vielleicht eine ganze Lieferung zurückgerufen werden?

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