Mittwoch, 01.09.2010
Klimawandel trifft Spanien EU-weit am schlimmsten
Die meisten Untersuchungen zum Klimawandel beruhen bisher auf der Durchschnittstemperatur, kaum jedoch auf Maximal- und Minimalwerten oder auf der jeweiligen Tag- und Nachttemperatur. Das holten die spanischen Forscher nun nach. "Pro Jahrzehnt gibt es in Spanien durchschnittlich drei heisse Tage mehr pro Jahr, mit steigender Tendenz. Das klingt nicht viel, fällt auf Dauer jedoch ins Gewicht. Im Südwesten und Nordosten des Landes ist der Trend besonders stark", so Rodriguez Puebla: Betroffen davon ist zum einen die Bevölkerung deren Gesundheits-Risiken steigen aber auch der gesamte Agrarsektor. Da vor allem die nächtliche Abkühlung immer seltener wird, ist auch die Weinwirtschaft davon betroffen. Mittelfristig wird dies den Charakter der Weine in einigen Regionen nachhaltig verändern.
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Montag, 30.08.2010
Regionalsieger Rheingau: Berg Schlossberg 2007
Die beiden Kessler Weine waren mit viel Vorschusslorbeeren ins Rennen gegangen. Letztendlich setzte sich der Schlossbeg gegen den Höllenberg durch. Ganze 783 Flaschen wurden von diesem Spitzenwein im Jahr 2007 gefüllt. Die fast 25 Jahre alten Reben von denen die Trauben dafür stammen, stehen in den steilen Hängen hoch über dem Rheinknie bei Rüdesheim auf Taunusquarzit, Schiefer und sandigem Lehm Der Ertrag lag bei 29 hl/ha.
Mittwoch, 25.08.2010
D-Day der Weinzeitschriften
Eine grosse Werbekampagne zum D-Day im September werde es nicht geben, so Herausgeber Hans Mahr im Gespräch mit dem Drink Tank. „Es wird ein Soft-Start sein. Wichtige Restaurants und Weinhändler werden Probeexemplare bekommen, das Blatt wird in Business-Lounches der Lufthansa ausliegen und der Hamburger Springer-Vertrieb wird bundesweit die Kioske beliefern.“ Erst mit Erscheinen des Heftes 1/2011, so Verleger Wolfgang Rosam, werde man eine breite Abo-Kampagne starten. Gesteuert wird diese Offensive aus einer angemieteten Büroetage in Düsseldorf Oberkassel. Dort sitzt Geschäftsführerin der deutschen Falstaff-Tochter Ursula Haslauer, zuletzt für das Handelsblatt im Anzeigenmarketing tätig.
Interessant ist ein Blick auf die Themenpläne der Magazine. Die „Weinwelt“ gibt sich im September ganz weltläufiug mit Berichten aus Portugal, Ungarn, Frankreich und einem internationalen Pinot-Noir-Vergleich. Der „Feinschmecker“ wirbt mit Themen wie „Mohn aus dem Waldviertel“, „Schweizer Urkäse Sbinz“ und „Spitzenköche kochen für 10-20 Euro“. Der Falstaff geht dagegen mit einer Geschichte über den Trüffelkrieg zwischen Italien und Frankreich an den Start, berichtet über die Karriere eines deutschen Kochs auf Bali und beschäftigt sich mit München und seinem Oktoberfest.
Montag, 23.08.2010
Regionalsieger Mosel: Klostergarten *** 2007
Molitor ist einer der Pioniere des modernen Rotweinanbaus an der Mosel. Bereits vor über 20 Jahren begann er Spätburgunder in den besten Lagen von Graach, Brauneberg und Traben-Trarbach anzupflanzen. Heute hat er ca. drei Hektar im Ertrag und will diese Fläche mittelfristig auf ca. fünf Hektar erweitern. Neben seinen streng limitierten Spitzengewächsen aus den Lagen Himmelreich und Klostergarten produziert er inzwischen auch einen Basis-Pinot noir mit einer Jahresproduktion von über 12.000 Flaschen überwiegend aus eigenem Lesegut aber auch aus Trauben, die er von Vertragswinzern zukauft, denen er deutlich mehr pro Liter zahlt als die üblichen 80 Euro-Cent.Während die Lage Himmelreich eine Mischung aus deutschem und französischem Pflanzmaterial enthält, besteht die anlage im Brauneberger Klostergarten zu 100 Prozent aus kleinbeerigen burgundischen Selektionen, die er sich von ausgesuchten alten Weinstöcken in Chambertin und Chambolle-Musigny besorgt hat. Diese jüngeren burgundischen Reben liefern auf dem tiefgründigeren Boden einen etwas üppigeren Wein mit einer stärkeren Betonung der Frucht und einer etwas weniger präsenten Mineralität als bei den älteren Reben aus dem steinigeren Boden des Himmelreichs.
Dienstag, 17.08.2010
Regionalsieger Franken: Casteller Schlossberg 2008

Der nach Süden geneigte, fünf Hektar umfassende Hang des Casteller Schlossbergs ist in drei übereinanderliegende Parzellen aufgeteilt, die man auf dem Weingut hausintern „Schilde“ nennt. Die Reben des Siegerweins stammen aus einer 30 ar grossen Parzelle des mittleren Hangs, auch „zweites Schild“ genannt. Die Reben wachsen hier auf einem Gipskeuper, der von Adern weißen Alabasters durchzogen ist. Dieser von Bildhauern begehrte, weiche Bruder des Marmors wurde früher in einem nahe gelegenen Steinbruch abgebaut. Unter Anderem wurde daraus der barocke Altar der Casteller Schlosskirche gefertigt. Der Wein wurde en am 13. Oktober 2008 mit 95 ° Oechsle gelesen. Der Ertrag lag bei 30 hl/ha. Die Reben wurden vor 4 Jahren auf 16 Jahre alte Rieslaner-Unterlagen gepfropft. Nach zweiwöchiger Maischegärung wurde der Wein für 18 Monate in neuen und gebrauchten Barriques aus französischem Eichenholz ausgebaut und kommt erst jetzt im September 2010 auf den Markt, ganze 450 Flaschen zum Preis von 33 Euro.
Scheuermann um 13:08 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Montag, 16.08.2010
Auftakt zum Spätburgunderpreis 2010
Am Wochenende haben wir in Hamburg mit den regionalen Vorverkostungen für den Deutschen Spätburgunderpreis 2010 begonnen. Insgesamt wurden für den Wettbewerb 260 Weine der Jahrgänge 2007 und 2008 von 149 Betrieben aus allen Anbaugebieten mit Ausnahme des Mittelrheins angemeldet. Der nördlichste Wein kommt aus dem Harz-Vorland vom Harzer Weingut Kirmann in Westerhausen und die südlichsten vom Bodensee (Aufricht) und vom Hochrhein (Engelhof). Wir führen diesen Wettbewerb in diesem Jahr zum ersten Mal in enger Kooperation mit dem Wein- und Genuss-Magazin Falstaff durch, das im September mit einer eigenen deutschen Ausgabe auf den Markt kommen wird. In Heft 2/2010, das im November erscheint, gibt es ein redaktionelles Schwerpunkt-Thema Deutsche Rotweine. Darin eingebunden ist auch das Ergebnis dieses Wettbewerbs.
Scheuermann um 15:12 | Wein | TrackBack (0) | 1 Kommentar | Artikel versenden
Freitag, 13.08.2010
Rheingauer Winzer gewinnt Sauvignon blanc Trophy
Sauvignon blanc Trophy 2010: die Top 5 des Wettbewerbs.
Auf Platz zwei landete mit dem Aloisiushof aus dem pfälzischen St. Martin einer der jungen Aufsteiger des vergangenen Jahres, einer jener Winzer, die ihren schnellen Ruhm u.a. dem Mikroblogging-Dienst Twitter verdanken. Vor allem über dieses Medium verbreitet sich der Ruf der Weine wie ein Lauffeuer unter den Weinfreunden. Beim Hamburger Wein Salon im Frühjahr wurde er als “Entdeckung des Jahres“ geehrt und holte sich gleichzeitig auch die begehrte Auszeichnung des „Weisswein des Jahres“ mit seinem 2008 Ambrosia Riesling. Auf Platz drei landete och so ein junger Komet am deutschen Weinfirmament: der Weedenbornhof aus dem rheinhessischen Monzernheim mit seinem Terra Rossa Sauvignon.
Scheuermann um 11:15 | Wein | TrackBack (0) | 1 Kommentar | Artikel versenden
Montag, 09.08.2010
Facebook als mediales Schlachtfeld
Wein- und Genuss-Magazine auf Facebook
Essen und Trinken (D): 2.885 friends/fansDas Magazin, dem die Hauptstossrichtung des Falstaff-Angriffs gilt, der in Hamburg erscheinenden „Feinschmecker“ findet auf Facebook nur über den Link einer Abo-Sammel-Maschine statt. Eine eigene Seite gibt es nicht. Beim Jahreszeiten Verlag hat man diese Entwicklung schlicht verschlafen. Die Website ist ein Shop aus der Internetsteinzeit. Die redaktionellen Seiten beschränken sich auf Inhaltsverzeichnisse, der jeweiligen Ausgaben.
Falstaff (Ö): 2.518 friends/fans
Effilee (D): 2.043 friends/fans
Beef (D): 2.027 friends/fans
Sommelier Magazin (D): 861 friends/fans
Vinaria (Ö): 837 friends/fans
Vinum (CH/D): 679 friends/fans
Weinwelt (D): 480 friends/fans
Genuss-Magazin & wein.pur (Ö): 187 friends/fans
Marmite (CH): 148 friends/fans
Mittwoch, 04.08.2010
Sonne und Fussball sorgten für mehr Durst
Montag, 02.08.2010
Die besten deutschen Sauvignon blancs
In der kommenden Woche treten bei der Sauvignon blanc Trophy 2010 in Hamburg 20 Weine um die Krone des besten Sauvignon blancs des Jahrgangs 2009 an. Sie waren zuvor in sechs regionalen Vorrunden aus insgesamt 125 angemeldeten Weinen von der Jury nach folgendem Schüssel ermittelt worden: die sechs Regionalsieger (Baden, Franken, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg) unabhängig von ihrer Punktzahl sowie alle Weine, die ein Votum von mindestens 17/20 erreichten sowie einige Weine, die an dieser Hürde nur knapp scheiterten, aber auf Grund des Minderheitsvotums einzelner Juroren, die diese Weine deutlich über den Wertungen ihrer Kollegen sahen und darum baten, diese Weine nochmals im Finale verkosten zu wollen. Über diese Vorrunden gibt es ein chronologisches Tagebuch in Weinreporter´s Posterous-Blog mit dem Tag „Sauvignon blanc“. Die Platzierungen und Bewertungen aller in den Vorrunden verkosteten Weine finden Sie auf der Website des Wettbewerbs auf best-of-wine.com. Unabhängig davon welcher dieser 20 Weine und welcher Erzeuger letztendlich die Nase vorn haben wird, steht ein Siegers des Wettbewerbs schon jetzt fest. Es ist die Sorte selbst. 2009 scheint mir in Deutschland ein hervorragender Sauvignon-Jahrgang und vielleicht der Jahrgang mit dem sich diese Sorte knapp zehn Jahren nach dem Beginn ihrer Renaissance in den deutschen Weinbergen und ihrer offiziellen Anerkennung sich endgültig als Qualitätsfaktor durchsetzen am Markt etablieren wird. Die Jurorin Elisabeth Füngers, Sommelière und Mitinhaberin des Hamburger Restaurants Nil brachte es auf den Punkt: „Diese Weine werden dem Riesling in der der Publikumsgunst ganz gehörig Konkurrenz machen.“ Das Niveau des gesamten Wettbewerbs über alle Regionen hinweg war nach Ansicht aller Juroren höher als in den früheren Jahren. Echte Ausfälle gab es keine und an der Spitze reichen die Weine absolut an internationale Top-Qualitäten heran. Erfreulich ist zum einen die stilistische Vielfalt der Weine und zum anderen die Tatsache, dass die überwiegende Mehrzahl der Erzeuger ihre Weine nicht am „grünen“ Übersee-Mainstream ausrichtet, sondern nach reifer Frucht, dezenter Aromatik und mineralischem Ausdruck strebt.
Scheuermann um 11:34 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Mittwoch, 21.07.2010
Weinzeitschriften ein Auslaufmodell?
Montag, 19.07.2010
Spatz Sperling zum 80. Geburtstag
Sperling kam 1951 als 21jähriger Jungspund nach Südafrika. Dort hatte sein Onkel Hans-Otto Hoheisen 1938 die Farm „De Driesprong“ gekauft, 1940 die ersten Reben gepflanzt, 1943 den Weinkeller gebaut und die ersten Tanks installiert. „Afrika war gut zu mir“, meint Spatz rückblickend , „weil ich hier als junger Mensch akzeptiert wurde. Man nahm mich so wie ich war. In Europa hätte ich all diese Chancen vermutlich nicht gehabt.“ Aus dem blutigen Anfänger von damals wurde quasi durch „learning by doing“ ein erfolgreicher Weinmacher, der Patriarch eines grossen Familenunternehmens, das heute von seinen Kindern Nora und Viktor geleitet wird. Mehr noch. Er ist am Kap so etwas wie eine lebende Weinlegende, von allen verehrt, geachtet und bewundert.
Freitag, 16.07.2010
Sibirischer Winter und Sahara-Sommer
Scheuermann um 10:29 | Umwelt | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Montag, 12.07.2010
Chorizo, Calamari & Curry-Pofertjes
So mussten einige seiner entfernten Verwandten, nämlich ein halbes Dutzend Baby-Calamari daran glauben. In Erwartung eines rustikalen Spiels hatte ich mir ein dem entsprechendes finales WM-Rezept ausgedacht: Ragout von Chorizo, Calamari, Paprika , Kartoffeln, Tomaten mit Chili, Zwiebel, Knoblauch, Fenchel- und Koriandersamen und Basilikum. Dazu gab´s niederländische Pofertjes, allerdings nicht süss sondern cape-malay-curried. Letzteres ist ein echter Hit, den ich nur zur Nachahmung empfehlen kann. Zu trinken gab´s dazu passend ungarisches Stierblut: 2007 Merengö Bikavér von St. Andrea aus Eger.
Sonntag, 11.07.2010
Renaissance des europäischen Fussballs
Südafrika, einig Fussball-Land
Dabei fiel es zunächst den meisten weissen Südafrikanern, die traditionell mehrheitlich keine Fussball- sondern Rugby-Fans sind, doch sehr schwer zu verstehen, wie man sich für diesen Sport so begeistern kann. Doch dann erlebten sie etwas, was sie vom Rugby her nicht kennen. Dort sind es gerade mal eine Handvoll und immer die gleichen Länder (Australien, Neuseeland, Frankreich und England), aus denen die Fans kommen, während beim Fussball wirklich Menschen aus aller Welt ins Land strömten und täglich 400 Millionen weltweit gebannt über Radio und TV die Spiele verfolgten. Ihnen wurde bewusst, dass sie tatsächlich das grösste Sportspektakel der Welt zu Gast hatten und am Ende hätten sie alle Tausende von Rand bezahlt, wenn sie noch eine Chance gehabt hätten ein Ticket fürs Halbfinale oder Endspiel zu bekommen.
Schaut auf diese Kinder
Die Stars des künftigen Weltfussballs sind hier bereits geboren und sie kicken auf den Bolzplätzen in und um die Townships, in den Kindergärten und Schulen. Schaut in die Gesichter dieser Kinder! Die sind die Zukunft des Landes und weil sie so lebensfroh und unbekümmert sind trotz aller Schwierigkeiten ist mir um dieses Land nicht bange. Ich freue mich jetzt schon drauf denen als alter Mann nochmals zu begegnen zu dürfen, wenn sie erwachsen geworden und in einem andere besseren Land leben. Dann heisst es wirklich: Ses´fikile (wir sind angekommen).
Samstag, 10.07.2010
Spirit statt Crime
Der 2,5 Kilometer lange Fans Walk In Kapstadt vor dem Spiel und danach war ausgelassen und fröhlich, alle Fans waren so ein Herz und eine Seele wie ich es noch nie erlebt habe. Einzig einige der britischen Fans – so las ich es in den Zeitungen – waren auch diesmal wieder aus der Rolle gefallen, aber durch das frühe Ausscheiden ihres Teams auch schnell wieder zu hause. Alle anderen liessen sich vom sportlichen Spirit der Südafrikaner anstecken. Denen geht es nämlich weniger darum eine bestimmte Mannschaft – ausser natürlich ihrer Bafana Bafana - anzufeuern. Die wollen einfach ein möglich gutes Match sehen, letztlich egal wer es ihnen bietet. Sie feiern das Spiel an sich und letztendlich den Sieger. Wer so spielt wie die deutsche Mannschaft gegen England oder Argentinien, dem fliegen hier die Herzen zu, und wenn sie gegen einen Gegner wie Spanien knapp verliert, dann leidet man mit ihr. Eins hat der Kollege Stefan Osterhaus von der NZZ in seiner Lobeshyme „Glänzende Perspektiven“ richtig erkannt: die südafrikanischen Fans haben die deutsche Mannschaft quasi adoptiert: Der schwarze Adler und die schwarz-rot-goldenen Streifen auf schwarze Haut, das hat er genauso wie ich registriert, beherrschten die Fanszene. Und heute Abend hofft ganz Südafrika auf einen Sieg von „Germania Bafana“ oder wie einer mit entsprechender Kenntnis der Bundesliga meinte „Bavaria Bafana“ über Uruguay als Revanche für die 0 : 3 Niederlage ihrer eigenen Jungs und den Sieg über „Ghana Bafana“. Auch haben sich die „Urus“ hier wenig Freunde damit gemacht, dass sie der Qualität südafrikanischer Nahrungsmittel misstrauend mit 1.200 Kilo Rindfleisch, Fisch und Huhn im Gepäck angereist waren.
Unvergesslicher Moment
Ich habe am vergangen Wochenende in einer dieser Kathedralen, dem Green Point Stadium in Cape Town, gesessen ganz oben im dritten Rang mitten unter den Fans und das Spiel Deutschland vs. Argentinien gesehen. Es war ein Erlebnis, das ich mein Lebtag nicht vergessen werde: den Blick ins weite Rund mit 64.100 Menschen, den Blick durch das ufoähnliche Oval ins den frühen Abendhimmel und jene 88. Minute in der tief unter mir Bastian Schweinsteiger kreuz und quer durch die argentinische Abwehr irrlichterte und schliesslich Klose zum 4 : 0 bediente. Für mich war das Fussballgeschichte.
Donnerstag, 08.07.2010
GO GERMANIA BAFANA!
Wer holt den „Goldenen Schuh“?
Mittwoch, 07.07.2010
Fussball WM treibt Südafrikas Weinexport
Nederburg ist einer der offiziellen Sponsoren dieser WM und darf als solcher offizielle FIFA-WM-Weine auf den Markt bringen. Mehr als eine Million Liter wurden von der Range mit drei Weinen – einem Sauvignon blanc, einem Cabernet Sauvignon und einem Rosé - gefüllt. „Doch die absolute Zahl ist nicht so wichtig“, so Macici im Gespräch im dem Weinreporter, „sondern das Prestige, der Imagegewinn durch weltweiten Präsenz.“
Vuvuzela literarisch
I put my lips onto yours, and together we made music so grand,Den vollständigen Text gibt es hier.
blood-curdling war songs that the enemy couldn't understand.
So they called you a curse,
and me worse.
Parreira was right, Vuvuzela, you are a hero.
They said you sounded like a goat at the slaughterhouse
Ah, the shallowness of their minds, the bloody cows!
A swarm of angry bees, they called you,
as I blew you, and blew you.
Parreira was right, Vuvuzela, you are a hero.
Freitag, 02.07.2010
Ein Fundi, der deutschen Riesling liebt
Weinprobe über den Wolken

Die Frage lautete nicht einfach: red or white? Fünf Weine offerierte mir die freundliche Stewardess, die ich dann auf rund 9000 Fuss Höhe zwischen Palermo und Tripolis verkostet habe: drei Weissweine Danie de Wet Limestone Chardonnay 2008, Fairhills Sauvignon blanc 2009 und Simonsig Adelsblanc, eine Cuvée aus Sauvignon blanc und Semillon, dazu den Rosé 2010 von Seidelberg und als Rotwein Anura Maestro 2008, eine Cuée aus Shiraz, Mourvèdre, Grenache und Viognier. Dieser Wein hat zwar 4 Sterne im Platter´s Guide, ich frage mich nur wofür? Das ist überextrahiert, alkohollastig, fett und bitter. Ein ausgesprochener no-spass-wine! Die drei Weissen würde ich mehr oder minder auch in diese Kiste packen wollen, auch den gar nicht adeligen Simonsig: flach, teils müde und platt oder limonadig. Touri-Weine für Touristen-Klasse halt. Einzig der frische, aber auch gehaltvolle Seidelberg Rosé machte Spass pur genauso wie mit Mineralwasser zum Longdrink gespritzt.
Dienstag, 29.06.2010
Tortilla panibéricana & Kanonkop
Zu Tortilla und Spiel gab´s im Glas den roten Klassiker vom Kap schlechthin Paul Sauer von Kanonkop aus dem aktuellen Jahrgang 2006. Ein echter Weltmeister-Wein vom Simonsberg bei Stellenbosch aus mittlerweile 22 Jahre alten Rebstöcken. Ein charaktervoller Bordeaux-Blend aus den beiden Cabenets und Merlot mit einer dichten, dunklen rubinroten Farbe. Am Gaumen konzentrierte rote Frucht, leicht rauchig, mineralisch. Jetzt als junger Wein bereits sehr gut zu trinken, aber man kann ihn natürlich auch noch zehn, 15 Jahre liegen lassen, um ihn dann als gereiften Wein zu geniessen.
Montag, 28.06.2010
Ceviche & Chardonnay
Für die heutigen Achtelfinalspiele habe ich einen fussballbegeisterten Kochkünstler gebeten die vier teilnehmenden Nationen – Brasilien, Chile, Holland, Slowakei - auf einem Teller zu vereinen: Franco Bianca vom Ristorante San Michele in Hamburg. Er hat diese kulinarische Herausforderung mit Bravour gemeistert und zwar mit einer Variation zum Thema Ceviche: Matjes für Holland und Bacala für Chile und Brasilien kombiniert mit Avocado, Zitrus und Chili. Kalt und sauer der Matjes, lauwarm und spicy der Stockfisch. Auch die Slowakei hat er ins Bild gebracht und zwar mit gebratenen Polentaschnitten, die man dort genauso gerne isst wie in Italien. Dazu gab´s als passenden Wein einen saftig, frischen Chardonnay von Lourensford aus Südafrika.
Sonntag, 27.06.2010
Fish & Chips & Riesling
Ja und dann das zweite Spiel, in dem unser Viertelfinal-Gegner ermittelt wurde: Argentinien. Für die meisten Kommentatoren ist der Argentinier Lionel Messi noch immer der beste Fussballspieler der Welt. Es wird Zeit gegen diese Einschätzung Bedenken anzumelden. Der beste Schönwetter-Fussballer der Welt ja!. Aber wehe wenn ihm die Verteidiger mit Manndeckung auf den Füssen stehen. Dann fordert sein Coach Maradona eine „Lex Messi“ in Form von besonderem Schutz durch die Unparteischen für den Ballzauberer. Für mich ist er bereits jetzt entzaubert. Vereinsfussball mit dem FC Barcelona ist eine Sache, wenn man aber gegen die Besten oder auch nur die Cleversten bzw. Engagiertesten der Welt antreten muss, gehört mehr dazu als artistische Ballbehandlung um Tore zu schiessen. Thomas Müller und Klose sind gute Beispiele für diese unbedingte Durchsetzungskraft. Deshalb taucht der Name Messi auch zu Recht nicht in der Liste der WM-Torjäger auf. Da steht sein Kollege Gonzalo Higuain mit vier Torenn an der Spitze gefolgt von mit jeweils drei Toren David Villa (Spanien), Luis Suarez (Uruguay), Asamoah Gyan (Ghana), Robert Vittek (Slowakei) undThomas Müller (Deutschland).
Samstag, 26.06.2010
Spare Ribs & Shito & Syrah
Und dann diese Spiel! Zum ersten Mal kam bei dieser Begegnung so etwas wie echte Spannung bis zur letzten Minute auf. 126 Minuten, in denen die Ghanaer durch die individuelle Qualität seiner Spieler überzeugte. Keeper Kingson machte ein unglaubliches Spiel, vermutlich das beste seiner Karriere. Auch wenn die US-Boys es mit der Brechstange versuchten. Selbst der amerikanische Tormann wagte sich bis in den gegnerischen 16er vor. Die Amerikaner körperlich stark und mit unbändigen Siegeswillen gesegnet, aber eben spielerisch klar unterlegen. Ghana war einfach die bessere Mannschaft. Im Viertelfinale geht’s für die Black Stars gegen Uruguay und zwar am 2. Juli in Soccer City. Das wird ein Mörderspiel werden. Die 94.700 Plätze dürften ausverkauft sein und schätzungsweise 60.000 Vuvuzelas werden dann alles geben um die einzige verbliebene afrikanische Mannschaft ins Halbfinale zu tröten. Voraussichtlich werde ich dieses Spiel bei einem Public Viewing im Township Gugulethu in Südafrika erleben. Kein Frage für wenn da mein Herz schlagen und meine Vuvuzela ihre Stimme erheben wird als wär´s eine Posaune vor Jericho.
Freitag, 25.06.2010
Chorizo, Habaneros & Schweizer Käse
Nach dem lahmen Spiel des Nachmittags zwischen Brasilien und Portugal hatte ich in Erwartung eines heissen Matchs zwischen der Schweiz und Honduras, Max Reichle, Chef des karibischen Restaurants „Roatan“ unweit des Fischmarktes in Hamburg St. Pauli, um einen scharfen Grill-Spies gebeten. Und diesen Wunsch hat er mir erfüllt: Chorizo und superscharfe Habaneros gegrillt und mit Schweizer Käse gratiniert, serviert mit roten Zwiebeln, Paprika und Koriander in einer Tortilla. Im Endergebnis blieb es das einzige wirklich scharfe Teil des Tages.








