Drink Tank Relaunch

Der Drink Tank ist einer der ältesten bestehenden deutschen Weinblogs.  Gegründet im Mai 2004 hat er sich über die vergangenen acht Jahre als profiliertes und kritisches Sprachrohr einen  Platz in der ersten Reihe der Online-Medien für Wein im deutschsprachigen Raum  erarbeitet. Mit dem Aufkommen von Social  media wurde es Zeit den Blog neu zu gestalten und in dieses dynamische Netzwerk einzubinden.  Aus the drink tank  wurde so Weinreporter´s DRINK TANK  eingebunden in alle Aktivitäten der Dachmarke Weinreporter bei Facebook, G+, Twitter, Identi.ca, Pinterest, You Tube,  Linkedin und Posterous.

Sie finden den DRINK TANK ab sofort auf einer eigenen Plattform unter der URL http://weinreporter.net/drinktank

Deutsche Winzer produzieren mehr trockene Weine

Die Deutschen bevorzugen zunehmend trockene Weine. So war es vergangene Woche in einigen Medien zu lesen. Das ist nicht wirklich neu; denn die allermeisten importierten Weine sind trocken und die machen  allein schon  57 Prozent des Haushaltskonsums   der Deutschen aus den starken Gastronomieanteil nicht gerechnet. Neu hingegen ist das was  das Deutsche Weininstitut (DWI) tatsächlich gemeldet hat: Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der trockenen deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine von 34 auf 41 Prozent gestiegen. Die Weine der halbtrockenen Geschmacksrichtung nahmen im gleichen Zeitraum leicht von 21 auf 23 Prozent zu. Diese Angaben beruhen auf den Ergebnissen der 13 deutschen Anbaugebiete. Wurden also vor zehn Jahren in Deutschland noch 45 Prozent dieser Weine lieblich und süss ausgebaut,  ging dieser Anteil auf 36 Prozent zurück und der der trockenen und halbtrockenen Qualitäts- und Prädikatsweine Weine stieg auf 64 Prozent also auf fast zwei Drittel. Weiterlesen

Fans-Run auf Wein-Pages bei Facebook

Die Facebook Page des Falstaff Magazins hat in der verangenen Woche die 10.000 Fans Marke geknackt und damit meine Prognose aus dem Frühjahr bestätigt, dass wir im Laufe des Jahres mehr weinbezogene deutschsprachige Fans-Pages in dieser Grössenordnung bei Facebook sehen werden. Inerhalb weniger Tage kamen danach 600 neue Fans dazu.  Nach meinen Recherchen ist die Falstaff Seite die zehnte im deutschsprachigen Raum, die dies erreicht hat und damit inn eine neue Dimension hineingewachsen ist. das wird schon bald andere mitziehen. Die Liste der TOP 10 wird wie nicht anders zu erwarten von  fünf starken Schaumweinmarken angeführt. In den nächsten Monaten könnten weitere Seiten zu dieser Spitzengruppe aufschliessen. Der Online-Händler Weinstore24.de steht mit 9.903 Fans kurz davor. Auch die Seite Wein mit 8.807 Fans, die Weinmarke Blanchet mit 8.520 Fans und der Weinhändler Belvini.de  mit 8.266 Fans könnten dies erreichen. Wir werden also im kommenden Jahr auf jeden Fall eine deutlich breitere und lebendiger Weinszene auf Facebook sehen als bisher. Wer diesen Trend verschläft, hat ausgespielt als Händler, als Medium, als Erzeuger.

Die 10 fansstärksten deutschsprachigen Weinseiten bei Facebook

01 Rotkäppchen: 185.925 (Sekt)
02 Jules Mumm: 73.926  (Sekt)
03 Söhnlein Brillant: 48.764 (Sekt
04 Mumm: 40.669 (Sekt)
05 Moet Chandon Deutschland : 23.295 (Champagner)
06 Bordeaux Wein: 19.706 (Gebietswerbung)
07 Freixenet: 16.136 (Cava)
08 Falstaff:  10.608 (Weinmedien)
09 Südtiroler Wein:  10.478 (Gebietswerbung)
10 Vingooo:  10.417 (Weinmarke)

P.S. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Liste wirklich komplett ist. Falls jemand weitere  weinbezogene deutschsprachige Facebook-Seiten mit mehr als 10.000 Fans kennt, bitte ich um eine kurze Nachricht oder einen Kommentar.

In eigener Sache

In der kommenden Woche ist es soweit. Der im Sommer angekündigte Relaunch meines Blogs Drink Tank ist abgeschlossen. Über acht Jahre nach der Gründung im Mai 2004 war das überfällig: neues Design, neue Plattform, neue Möglichkeiten, besser vernetzt im Social Web und neue Werbeplätze. Für die ersten drei Monate ist der Blog werblich ausgebucht. Dafür bedanke ich mich bei allen, die mir vorab auch ohne Mediadaten das Vertrauen geschenkt haben. Diese wird es voraussichtlich ab Februar 2013 wieder geben. Der ebenfalls neugestaltete Schwester-Blog Planet Bordeaux geht wenige Tage danach online. Beide Blogs werden künftig nicht mehr bei Blogg.de gehostet sondern auf einem eigenen Server bei HostEurope. Sie firmieren beide unter der Dachmarke Weinreporter und sind über die Domaine weinreporter.net zu erreichen.

Cava, Champagner & Co liegen im Genusstrend

Schaumweine – vor allem Champagner – sind nach wie vor eines der zentralen Statussymbole der Genusswelt.  Nach einer Untersuchung Londoner Marktforschungsinstitut TNS wächst weltweit der Wunsch der Verbraucher nach dem Genuss von Schaumwein und Champagner. Viele Menschen werden aber noch durch die Preise abgehalten. Auch gilt das Getränk als Luxus, der einen ganz besonderen Anlass benötigt. Der Studie liegt eine weltweite Umfrage zum internationalen Schaumweinmarkt in 17 Märkten zu Grunde. Hätten alle Champagner- und Schauweinfans die Möglichkeit zum Konsum, würde der Anteil des Schaumweinkonsums am Alkoholmarkt danach von 5,1 Prozent auf 7,8 Prozent steigen. Das grösste Wachstum, nämlich eine Vervierfachung des Schaumweinanteils, könnten Indien und China erwarten. Aber auch in reiferen Märkten wie etwa in Grossbritannien oder den USA wäre unter diesen Gesichtspunkten noch fast eine Verdoppelung auf 9,1 beziehungsweise 6,5 Prozent möglich.

Laut der Studie sind viele Verbraucher der Meinung, Schaumwein schmecke besser und bereite mehr Freude als andere alkoholische Getränke. Die Studie sagt deshalb nicht aus, dass die Verbraucher ihren Alkoholkonsum insgesamt steigern werden, sondern dass sie lieber öfter Sekt tränken.“ Einzig für Spanien, dessen Schaumweinanteil bei 8,7 Prozent liegt, prognostiziert die Studie einen Rückgang von 0,4 Prozent. Doch dieser kleine Einbruch, so die Experten, dürfte dem exportorientierten Cava Markt angesichts des weltweiten Wachstums kaum schaden.  Weiterlesen

Frankreich mit kleinster Ernte seit 40 Jahren

Sollten sich die bisherigen Ernteschätzungen bestätigen, wird Frankreichs Weinwirtschaft 2012 die niedrigste Erntemenge seit 40 Jahren einfahren. Nach einer Meldung des Pariser Agrarministeriums wird damit gerechnet, dass die Menge auf Grund ungünstiger Wetterverhältnisse um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken wird. Sie wird voraussichtlich bei 40,6 Millionen Hektoliter liegen. Das ist 13 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre  und ein historischer Tiefststand. Dies dürfte erheblich zur Stabilisierung der europäischen Fassweinpreise beitragen.

China Wine Awards als Trendbarometer

Diese Meldung von drinks media wire über die Erfolge neuseeländischer Weinerzeuger bei den diesjährigen China Wine and Spirit Awards hat mich heute früh neugierig gemacht. Und ich habe mir mal die gesamte Ergebnistabelle dieses Wettbewerbs genauer angesehen. Dieser Award wird in Zukunft sicherlich erheblich an Bedeutung gewinnen und stellt jetzt bereits einen guter Trend- und Tendenzmesser dafür dar, wie sich der chinesische Weinmarkt in Zukunft entwickeln könnte.  Weiterlesen

Weine nach alter Art

Natural wines, Orange wines, Raw wines, Wilde Weine, Spontiweine und jetzt auch noch antiautoritäre Weine. Allmählich geht mir das auf den Geist, wie hier ständig verbal das Rad neu erfunden wird. Heraus kommt dann doch nur ein weiteres Etikett mehr. Sagt doch ganz einfach um was es sich handelt:  Weine nach alter Art.  Und wenn die Winzer die so produzieren jetzt auch noch ihren Weinen entsprechend Zeit liessen, bräuchten wir auch nicht so viel darüber zu diskutieren. Die Grundregel ist einfach und wurde in den 1990er Jahren von dem Australier Chris Ringland formuliert: old vines, hand picked, basquet pressed, natural fermented, long as possible on the yeast, no pumping, no racking, no fininig, no filtration. Solche Weine sollten aber erst im vierten Jahr also nach dem dritten Winter auf den Markt kommen. Das trauen sich aber beim Weisswein leider die wenigsten.

Portugals Weinwirtschaft am Abgrund

Die Reportage „In der Krise ist der Wein Luxus“ von Hans-Georg Frank zeichnet ein düsteres Bild. Portugals Weinwirtschaft steht am Abgrund. Vor zehn Jahren wurden noch bis zu zwei Euro für das Kilo bestes Lesegut bezahlt. Heute sind die Traubenpreise im Keller, liegen teilweise nur noch bei 20 Cent und viele Winzer sind ähnlich wie in Südfrankreich gezwungen ihre letztjährige Ernte zu Schleuderpreisen auf den Markt zu bringen um Platz in den Kellern zu schaffen für die neue Ernte. Der einst stolze Pro-Kopf-Verbrauch des Landes von 150 Liter ist auf 55 Liter gesunken und geht in Folge der Wirtschaftskrise weiter zurück. Viele Portugiesen können sich den eigenen Wein nicht mehr leisten.

Nachdem Portugals Weinwirtschaft jahrelang den Export nach Deutschland, neben England der wichtigste Weinmarkt innerhalb der EU vernachlässigte, setzen jetzt viele Erzeuger ihre Hoffnung auf Alemanha. Doch hier ist dank des lusitanischen Schlendrians der Boden denkbar schlecht vorbereitet. Die bescheidenen PR-Kampagnen der vergangnen Jahre haben nicht gegriffen. Zwar hat ViniPortugal, die Dachorganisation der portugiesischen Weinwirtschaft, vor einigen Monaten endlich eine professionell arbeitende Agentur eingeschaltet. Aber diese musste an einem historischen Tiefpunkt mit ihrer Arbeit beginnen.   Weiterlesen

Südafrikas Weinexport steigt um acht Prozent

Gerne hätte ich diese Zahlen bereits vor einigen Tagen gehabt für mein Fazit zur Cape-Wine 2012. Aber sie kamen erst heute brandaktuell auf den Tisch. Demnach  zeichnet die Exportstatistik der südafrikanischen Weinwirtschaft für die vergangenen zwölf Monate ein recht positives Bild. Im Zeitraum von Oktober 2011 bis September 2012 konnte der Weinexport um acht Prozent gesteigert werden von 346,9 auf 373,9 Millionen Liter. Besonders stark stieg mit einem Plus von 19 Prozent der Weissweinexport, währender der Roséexport gleich blieb und der Rotweinexport um zwei Prozent zurückging. Man darf gespannt sein, wie sich dies in den nächsten sechs Monaten in Folge der als so erfolgreich empfundenen Weinmesse Cape Wine 2012, die Ende September in Kapstadt stattfand, weiter entwickeln wird. Weiterlesen