Dienstag, 09.02.2010
Wein-Meinungsmacher auf Facebook
Der hier professionell gesammelte Informationsgehalt ist beachtlich und übertrifft in Sachen Wein alle anderen Netzwerke mit Ausnahme von Twitter. Relevante Nachrichten von der Eisweinlese in Deutschland, den Primeurpreisen in Bordeaux bis hin zu Parker-Punkten, Auktionsrekorden oder dem neuesten Branchenklatsch verbreiten sich dank dieser beiden Dienste heute weltweit praktisch in Echtzeit. Man muss nur die für die eigenen Interessen besonders relevanten Informationsquellen in entsprechend personalisierten Streams zusammenfassen und schon hat man seine eigene komplette Wein-Video-Nachrichten- und Bildershow.
Montag, 01.02.2010
Auch Vinum bekommt eine neue Optik
Donnerstag, 28.01.2010
Thänk you ...
Die Soljanka meines Nachbarn machte einen guten Eindruck: reiche Portion und animierender Duft. Auch meine Sauerkraut-Suppe mit Apfelmost und Kasseler war sehr appetitlich, während die Königsberger Klopse darunter litten, dass die Kapernsauce arg versalzen war. Wie kann das eigentlich bei einem Convenience Produkt aus der Plastiktüte passieren? Müsste da vielleicht eine ganze Lieferung zurückgerufen werden?
Mittwoch, 27.01.2010
Falstaff - Relaunch und Expansionspläne
Rechtzeitig zu seinem 30. Geburtstag wurde das österreichische Wein- und Genussmagazin Falstaff einem kompletten Relaunch unterzogen und damit auch fit gemacht für den in diesem Jahr geplanten Eintritt in den deutschen Zeitschriften-Markt. Am Mittwoch Abend wurde das neue Heft (01/2010) im Palais Schönburg in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt, moderner, internationaler, 250 Seiten dick und 850 Gramm schwer. Schon allein dies stellt eine unübersehbare Kampfansage an die deutschen und vor allem Schweizer Mitbewerber dar, deren Umfänge derzeit deutlich geringer ausfallen. Der neue Falstaff-Look wurde von dem renommierten Magazin-Designer Markus Rindermann geschaffen, der bereits das österreichische Nachrichtenmagazin "News" optisch überarbeitete und dessen unverkennbare Handschrift das Magazin "First" trägt. Rindermann zu seiner Falstaff-Idee: "Bei der Gestaltung des neuen Falstaff hatten wir ein perfektes Sechs-Gänge-Menü vor Augen, das durch seine Geschmacksvielfalt und Sinnlichkeit besticht und dessen Eindruck ein bleibender ist." In den vergangenen beiden Monaten wurden zudem in Wien neun neue Mitarbeiter für Redaktion und Verlag eingestellt darunter mit Bernhard Degen (38) auch ein eigener Chefredakteur für den Online-Auftritt. Degen hat Publizistik studiert, lange für die österreichische Nachrichtenagentur apa gearbeitet und in den vergangenen Jahren für die Tageszeitung "Kurier" die Gault-Millau-Seite und die Freizeit-Beilage konzipiert und verantwortet. Die neue Falstaff-Homepage wird ebenfalls heute Abend freigeschaltet.
Die Angst der Winzer vor der Freiheit
Scheuermann um 00:30 | Wein | TrackBack (0) | 1 Kommentar | Artikel versenden
Montag, 25.01.2010
Klimawandel verändert Handelsströme
Scheuermann um 23:05 | Umwelt | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Deutsche Twitter-Winzer
01 Johner (Weingut Johner, Baden)Eine komplette und ständig aktualisierte Liste der deutschen und österreichischen Twitter-Winzer gibt es hier beim Weinreporter.
2.132 Follower, 1.379 Tweets, 105 Listen
02 Wuertz (Königsmühle, Würtz/Weinmann, Rheinhessen)
1.878 follower, 4.669Tweets, 90 Listen
03 Drloosenwines (Weingut Dr.Loosen, Mosel)
1.547 follower, 364 Tweets, 125 Listen
04 Weinperle (Weingut Otto Pfaffmann, Pfalz)
1.327 follower, 21 Tweets, 37 Listens
05 Stantonywinery (Weingut St. Antony, Rheinhessen)
1.074 follower, 906 Tweets, 32 Listen
06 Winzerblog (Thomas Lippert, Kellermeister Weingut Clauer, Baden)
719 follower, 2.451 Tweets, 56 Listen
07 WeingutBastgen (Weingut Bastgen, Mosel)
686 follower, 19 Tweets, 26 Listen
08 Ritsch (Weingut Thul, Mosel )
609 follower, 2.474 Tweets, 37 Listen
09 deutzerhof (Weingut Deutzerhof, Ahr)
385 follower, 26 Tweets, 34 Listen
10 Weingut_Uebel (Weingut Uebel, Pfalz)
329 follower, 330 Tweets, 29 Listen
Sonntag, 24.01.2010
Erste Wein-Liveshow im Internet
Wie heute zu erfahren war, wurde die Download-Kapazität des Servers von 500 gleichzeitigen Zugriffen voll ausgeschöpft. Unter den Zuschauern waren auch prominente Kollegen wie Hendrik Thoma (TVino) aus Hamburg und Gary Vaynerchuck (Wine Library) aus den USA. Auf Twitter und Facebook wurde während der ganzen Sendezeit, aber auch noch danach eine sehr rege Kommentar-Tätigkeit registriert. Dirk „Blogggwart“ Würtz bot als Moderator eine unterhaltsame Talk-Show mit dem Schauspieler Michael Jäger (Marienhof) als „Stargast“, Gesprächspartnern aus der Szene oder seiner lokalen Nachbarschaft wie dem biodynamischen Bauern-Winzer und Panzerfahrer Walfried "Waller" Sander, dessen Bullenritt zu den Höhepunkten des Abends zählte. Das Format adaptierte und parodierte alle gängigen Vorbilder von Beckmann, Harald Schmidt und Gottschalk bis hin zur halbstündigen Überziehung. Selbst Balders fast vergessene Tuttifrutti –Show kam in Gestalt von leichtbekleideten Cola-Schoppen-Girls zu Ehren und der Glühwein-Test der „Weinkonsultenz“ war das beste zu diesem Thema seit Ekel Alfreds Weihnachtspunsch. „100° Oechsle" bot die unterhaltsame Mischung aus Information und Kabarett wie man sie von den Videos kennt, die Dirk Würtz seit einiger Zeit über seinen Blog ausstrahlt. Und ich hoffe auf baldige Fortsetzung.
Donnerstag, 21.01.2010
Südafrikas Weinexport soll zweistellig wachsen
Scheuermann um 10:16 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Der Weinsalon als Online-Ereignis
Wuertz Wein: Das Ortsweinprojekt in Hamburg
Weinspion: 25. Weinsalon Hamburg
Weinfreunde: 25. Hamburger Weinsalon
Elloinos: Greek wines catch attention
eldertaiment.de: XXV. Hamburger Weinsalon. Nachlese
Scheuermann um 10:14 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Mittwoch, 20.01.2010
Götterdämmerung in Weinhalla
Die zweistelligen Minuszahlen bei Vinum und Weinwelt aber mehr noch das saftige Plus bei Selection machen deutlich, dass die Blätter nur noch durch Sonderverkäufe, Lesezirkel oder Bordexemplare eine Auflage erreichen können die Werbung in diesem Medium sinnvoll erscheinen lässt. Die Kernleserschaft der drei Titel hat sich auf insgesamt etwa 23.000 tatsächliche Käufer (davon ca. 18.000 Abos) reduziert. Nimmt man diese harten Verkaufsauflagen (Kiosk und Abo), dann müssten die Verlage wohl ihre Anzeigenpreise nach unten korrigieren, und dies wäre das Ende. Wobei dies im Falle der Weinwelt weniger gravierend sein dürfte, da sie eingebunden ist in das komplexe Meininger-Konzept mit seinen zahlreichen Synergieeffekten
Dienstag, 19.01.2010
Kumala soll in Deutschland TOP-Seller werden
Die Bonner Hawesko-Tochter Wein Wolf bekommt prominenten Zuwachs aus Südafrika für ihr internationales Weinprogramm. Sie wird ab sofort die Marke Kumala in Deutschland distribuieren. Kumala gehört zum Portfolio von Constellation Brands Inc., dem führenden Weinunternehmen der Welt. Kumala ist mit jährlich 24 Millionen Flaschen die weltweit am meisten verkaufte und am schnellsten wachsende Weinmarke Südafrikas. Allein im Jahr 2009 verzeichnete Kumala einen Zuwachs von sechs Prozent über alles.Die Marke mit dem signifikanten Eidechsen-Logo ist bereits in zahlreichen wichtigen Märkten eingeführt so u.a. in Indien, Kanada, Japan und Skandinavien. Vor allem in Grossbritannien ist Kumala ein Topseller. Allein dort werden statistisch jede Minute 35 Flaschen Kumala verkauft oder alle zwei Sekunden eine Flasche.
Scheuermann um 23:13 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Mittwoch, 13.01.2010
Entdeckung des Jahres
Neben den beiden gemeinsam produzierten PinoTimes-Weinen waren es vor allem der Chardonnay Barrique und der Spätburgunder vom Weingut Stern sowie beim Aloisiushof der Gewürztraminer und der Ambrosia Riesling. Alle vier Weine wurden mit einem Grand Prix bzw. einem Grand Prix d´Honneur ausgezeichnet. Einer der Juroren verglich den Stern-Chardonnay mit einem Meursault oder Puligny-Montrachet. Der Pinot noir war der höchstbewertete deutsche Rotwein nur noch übertroffen von zwei toskanischen Roten, dem 50 & 50 des Jahrgangs 2005 von Capannelle/Avignonesi und dem 2004 Brunello von Pian dell´Orino. Ich persönlich habe diese Weine zwischen 88 und 90/100 Punkten bewertet.
Scheuermann um 22:54 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Freitag, 08.01.2010
Wer ist Cordula Eich?
Scheuermann um 12:44 | Wein | TrackBack (0) | 4 Kommentare | Artikel versenden
Donnerstag, 07.01.2010
Wird „Homing“ der Trend des Jahres 2010?
Mittwoch, 06.01.2010
121.000 Euro für 230-Kilo-Tunfisch
So erzielte ein 230 Kilogramm schwerer Blauflossen-Tunfisch bei der ersten Auktion in diesem Jahr am Tokioter Fischmarkt Tsukiji einen Rekordpreis von 121.000 Euro. Die zwei Käufer sind ein Luxusrestaurant in Tokio und ein Unternehmer aus Hongkong, der eine Sushi-Bar-Kette besitzt. Der Preis ist seit 2001 der höchste, der für einen Tunfisch in Japan bezahlt wurde.
Gefangen wurde das Tier vor der Nordspitze der japanischen Insel Honshu. Die Fische dieser Region gelten als besonders schmackhaft. Blauflossen-Tunfische werden in der japanischen Sushi-Küche als höchste Delikatesse gehandelt. Rund 40 Prozent der auf der Auktion verkauften Thunfische stammten von anderen Fanggebieten - etwa von Indonesien oder Mexiko.
Scheuermann um 12:41 | Essen | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Sonntag, 03.01.2010
Robert Parker: Aufschwung Asiens nicht zu stoppen
FRAGE: Herr Parker, welches ist die grösste Herausforderung, vor der eine zunehmend globalisierte Weinbranche steht?
PARKER: Es sind mehrere. Ich denke an die Schwankungen auf dem Geldmarkt. Noch grösser aber sind die Herausforderungen bedingt durch die Entwicklungen der Weinbauregionen: zur Zeit ist die Produktion grösser als die Nachfrage. Zudem mangelt es den Konsumenten an Wissen über die Regionen und deren Weine. Dies zu vermitteln und die Nachfrage mit einem effizienten Vertrieb zu garantieren, wird vorderstes Anliegen sein.
Scheuermann um 15:50 | Wein | TrackBack (0) | 2 Kommentare | Artikel versenden
Häuptling fremde Feder
Die meisten der von ihm in diesem Posting genannten Trend-Stichworte und -Thesen dürften den Lesern des Drink Tank bekannt vorkommen: Klimaverschiebung, Riesling kein Trend, Spitzenweine aus Bordeaux werden unerschwinglich, Weine femininer und asiatischer, mehr Spass am Wein, mehr Bags and Boxes, mehr Biodynamie, mehr Spätburgunder etc. etc..
Das war alles so oder so ähnlich bereits fünf Tage vorher hier zu lesen, wurde ausgiebig auf Twitter, in talk-about-wine und auf Facebook diskutiert. Es beruht auf meinen im Laufe des Jahres bei der Deutschen Getränkewirtschaft erschienen Trend-Kolumnen. Dies habe ich in einem Weinreporter-Newsletter am 1. Januar kommuniziert. 24 Stunden später wurden meine zehn Thesen vom Berliner „Häuptling fremde Feder“ oberflächlich zusammengefasst und teilweise krude umgeschrieben unter eigenem Namen veröffentlicht. Dabei hat er sie um zwei, drei durch nichts belegte Thesen erweitert: Wein wandert nicht weiter nordwärts, die Weinimporte in China und Indien werden sinken, Champagner kommt wieder – noch billiger. Wie das? Champagner ist doch schon so preiswert wie noch nie.
Freitag, 01.01.2010
Eine kleine Blog-Analyse
Im abgelaufen Jahr 2009 hatte der Drink Tank laut Google Analytics monatlich knapp 7.000 eindeutige Besucher und diese sorgten für an die 23.000 Page Impressions. Aufgerufen wurden also pro Besucher etwas mehr als drei Seiten. Ich habe mir heute mal angesehen, wo diese Zugriffe im Wesentlichen herkamen. Allerdings verteilen sich diese Zugriffe nicht gleichmässig über das Jahr, sondern können je nach Nachrichtenlage stark schwanken, wie ich hier aufgezeigt habe. Heute habe ich mich einmal damit beschäftigt wo die Leser herkommen.
ZUGRIFFE: Typ der Zugriffsquelle (in %)
Suchmaschinen: 39,73 %
verweisende Websites: 30,24 %
Direkte Zugrifffe: 29,95 %
Montag, 28.12.2009
Weintrends für die nächsten 10 Jahre
Trend 1: Wein wandert weiter nord- und südwärts. Klassische Regionen werden ihren Charakter verändern.Ob ich das alles wirklich gut finden soll, weiss ich selbst nicht so recht. Aber als Thesen lässt sich dies alles aus der gegenwärtigen Markt-Situation und anderen mittelfristigen Entwicklungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und klimatischer Natur durchaus ableiten. Jedenfalls hat sich inzwischen zu diesen Trend-Postings schnell eine interessante Diskussion mit mehreren Wein-Twitterern und Dutzenden von Tweets entwickelt. Auch auf Facebook und im Online-Weinforum talk-about-wine ist es inzwischen ein Thema.
Trend 2: Wein wird weiblicher und asiatischer.
Trend 3: Noch mehr neue interessante Länder werden auf der Welt-Weinkarte auftauchen z.B. Brasilien, China, Indien.
Trend 4: Spitzenweine aus Bordeaux aber auch aus anderen Appellationen werden für Normalverbraucher vollends unerschwinglich.
Trend 5: Wein wird an der Basis noch mehr zum global genormten Lifestyle-Getränk in Bags & Boxes.
Trend 6: Gleichzeitig wird die Regionalität wieder an Bedeutung gewinnen. Man wird nicht mehr jeden Wein überall bekommen.
Trend 7: Mehr Nischen: Nachhaltigkeit, Öko und Biodynamisch für LOHAS, Icons für Milliardäre.
Trend 8: die Rhône Sorten werden sich weltweit noch stärker und erfolgreicher ausbreiten als bisher.
Trend 9: Riesling war kein Trend, ist kein Trend und wird als künftiger Trend am Klimawandel scheitern.
Trend 10: Weingenuss wird weniger zeremoniell, weniger kulturell überfrachtet genossen, sondern mit mehr Spass an der Freud.
Die Thesen sind u.a. ein Extrakt einer Kolumne, die ich im Laufe dieses Jahres für die Fachzeitschrift "Deutsche Getränkewirtschaft" geschrieben habe. Hier einige Links dazu:
DGW 11/12/2009: Mac & Merlot
DGW 08/2009: Die neuen Gesichter des Weins
DGW 06/07/2009: Die Weinwelt wird asiatisch und feminin
DGM 05/2009: Schleichender Wandel in den Weinbergen
DGW 04/2009: Aldi & Co werden hoffähig
Scheuermann um 23:23 | Wein | TrackBack (0) | 9 Kommentare | Artikel versenden
Dienstag, 22.12.2009
Discounterweine aus Südafrika als Testsieger
Für den repräsentativen Test, der in der Januarausgabe erscheinen wird, kauften die Experten der Fachzeitschrift WEIN+MARKT im deutschen Lebensmitteleinzelhandel sämtliche südafrikanischen Weine ein, die sie im Preisbereich bis fünf Euro finden konnten. Dabei nutzten sie alle gängigen Einkaufsquellen - von Aldi und Lidl über Edeka und Metro bis hin zu Kaufhof und Karstadt. Am Ende kamen so 75 Weine aus 20 Handelsunternehmen zusammen, die verdeckt verkostet wurden. Den Testern war nur bekannt, welche Rebsorten und welche Jahrgänge sie im Glas hatten.
Scheuermann um 19:45 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Montag, 21.12.2009
Mer kann´n aach äfach dringe!
Rechtzeitig zum Fest noch Ebbes zum Lache vom Woirepordär unem Blogggwart. Zwä Pälzer Buwe uff de Walz fer en guude Drobbe: Episode 2. Life from Stone - Die absolute Waffen gegen den Durst.
Scheuermann um 19:19 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Der ganz normale deutsche Steuerwahnsinn
Im Rahmen der Reisekostenabrechnung konnte ein Frühstück auf Dienstreise bislang nur steuerfrei vom Arbeitgeber erstattet werden, wenn es im Hotelpreis enthalten und nicht separat auf der Rechnungen ausgewiesen war. Wer dagegen eine separate Frühstücksrechnung vorlegte, musste den Kostenersatz grundsätzlich wie eine Gehaltszahlung versteuern. Waren die Kosten für Übernachtung und Frühstück in einem Betrag zusammengefasst, ließ es der Fiskus zu, die Rechnung um einen pauschalen Betrag für das Frühstück zu kürzen – zuletzt 4 Euro 80 bei Inlands-Übernachtungen. Der Rest durfte dem Arbeitnehmer steuerfrei ersetzt werden. Da wegen der unterschiedlichen Umsatzsteuersätze die Kosten für das Frühstück ab 2010 in der Hotelrechnung immer separat aufgeführt sein müssen, ist diese pauschale Kürzung der Hotelrechnung aus steuerlicher Sicht nicht mehr relevant.Einen Tipp dies zum umgehen hat WTS allerdings auch parat: Wenn der Arbeitgeber vor Beginn der Dienstreise das Frühstück für den Arbeitnehmer veranlasst hat, kann das Frühstück mit dem „amtlichen Sachbezugswert“ bewertet werden. In diesem Fall kann die gesamte Hotelrechnung (einschließlich des separat ausgewiesenen Frühstücks) steuerfrei erstattet werden, der Wert des Frühstücks ist mit dem amtlichen Sachbezugswert lohnsteuerpflichtig. Für ein Frühstück beträgt der amtliche Sachbezugswert ab Januar 1 Euro 57. WTS Lohnsteuerexpertin Susanne Weber geht davon aus, dass „in vielen Fällen heute schon das Hotelfrühstück durch den Arbeitgeber veranlasst ist. Die meisten Arbeitgeber dürften die Bestellung durch den Arbeitgeber jedoch nicht so dokumentiert haben, dass sie auch einer Überprüfung durch den Fiskus standhalten. Künftig könnte eine solche Dokumentation sinnvoll sein.“
Der grosse Klimaschwindel
Scheuermann um 11:15 | Umwelt | TrackBack (0) | 3 Kommentare | Artikel versenden
Sonntag, 20.12.2009
Eisweine machen den "NullNeuner" jetzt komplett
Scheuermann um 22:57 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Fusion V: ein Wein mit Zukunft
In meinem fünften Wein-Video unterhalte ich mich mit Albie Koch, dem Winemaker von De Toren Private Cellar in Stellenbosch, über seinen Wein „Fusion V“. Das ist seit vielen Jahren einer meiner absoluten Rotwein-Favoriten am Kap, ein Blend der fünf Bordelaiser Sorten Cabernet Sauvignon, Cabernet franc, Merlot, malbec und Petit Verdot. Dies und sein konsequent an französischen Vorbildern orientierter Ausbau-Stil machen ihn zu einem der europäischsten Rotweine des heutigen Südafrika. Der „Fusion V“ ist keine frühzugängliche Fruchtbombe sondern ein auf Zukunft angelegter Charakter- und Terroir-Wein im Stil eines „Left-Bank-Grand Cru“: kompakt, dicht, strukturiert und tanninbetont.
Scheuermann um 19:35 | Wein | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden
Donnerstag, 17.12.2009
Die Politik diskutiert, die Gastronomie verliert
Dienstag, 15.12.2009
Image-Offensive für griechische Weine
Diesem Image-Defizit abzuhelfen und die aktuellen Trends ausserhalb der Landesgrenzen bekannt zu machen bemüht sich seit einiger Zeit der als Agent und Export-Consultant der in Athen lebende Deutsche Markus Stolz. Er nutzt dabei so konsequent wie nur wenige andere die Möglichkeiten, die ihm das Web bietet über unterschiedliche Kanäle wie Twitter, Posterous, tumblr, friendfeed, facebook und Foren wie talk-about-wine und natürlich sein eigenes Weblog elloinos. In Hamburg hat er für meine Kollegen Michael Pleitgen, Eckhard Supp und mich zwei interessante Proben organisiert und mir zusätzlich einige spezielle Weine besorgt, die in Griechenland in besonders kühlen Kleinklimata oberhalb von 1.000 Metern Höhe wachsen. Diese Verkostungen haben im Internet bereits einige Resonanz in Weinblogs gefunden unter anderem hier, hier,hier, hier und hier.
Die Verkostungen zeigten mir, dass ich wie viele andere auch die Leistungsfähigkeit dieser neuen Generation von Winzern, die da in den letzten zehn Jahren in Griechenland herangewachsen ist, unterschätzt habe.
Scheuermann um 10:48 | Wein | TrackBack (0) | 7 Kommentare | Artikel versenden
Donnerstag, 10.12.2009
Natamycin ist kein Antibiotikum – eine Recherche
Das Landesuntersuchungsamt hatte sich auf eine Aussage der Berliner Bundesanstalt für Risikobewertung verlassen, die im Falle von Natamycin von einem Antibiotikum sprach. Wie mir mehrere Apotheker, Ärzte und Chemiker aber auch der leitende Mikrobiologe in Geisenheim auf Nachfrage erklärten, ist dies wissenschaftlich falsch. Weder sind Antimykotika identisch mit Antibiotika noch sind sie eine Untergruppe davon. Auch wenn der Volksmund heute alle Mittel, die gegen Bakterien, Viren und Pilze eingesetzt werden, pauschal als Antibiotika bezeichnet, ist das wissenschaftlich nicht korrekt. Man spricht zwar im Falle von Natamycin gelegentlich von einem polyenen, fungistatischen Antibiotikum, Aber eine solche Untergruppe gibt es bei den Antibiotika – wie man hier sehen kann – nicht. Natamycin ist eine gegen Pilze und Hefen wirkende Substanz, die z.B. als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und getrockneter Würste zugelassen ist und auch als Medikamentenwirkstoff gegen Pilzbefall auf Schleimhäuten und den Augen zum Einsatz kommt. Das Verbot beruht nicht auf einer möglichen toxischen Wirkung sondern auf einer befürchteten Resistenzbildung bei zu häufigen und unkontrollierten Anwendungen.
Bleibt für mich zum einen der Verdacht, dass man in diesem Fall bewusst den Begriff „Antibiotikum“ aus propagandistischen Gründen gewählt hat, sozusagen als ein Wort mit Panik-Garantie. Ist es doch durch allerlei Lebens- und Futtermittelskandale entsprechend vorbelastet und dadurch geeignet Ängste in der Bevölkerung zu schüren.
Scheuermann um 20:12 | Wein | TrackBack (0) | 5 Kommentare | Artikel versenden
Dienstag, 08.12.2009
Champagner und Klimagipfel – ein Verwirrspiel
„Aus der Sicht der Champagner-Erzeuger können wir die Veränderung des Klimas nur begrüßen. Ich meine, solange die Erwärmung sich um 2 Grad begnügt. Sollte das Szenario sich aber verschärfen, wir etwa 5 oder 6 Grad Erwärmung erreichen, dann bekommen wir sehr große Probleme, denn dann wird es den Champagner, den wir heute hier produzieren nicht mehr geben“.Das ist schlichtweg Nonsens“ Die Champagne gehört nach Ansicht aller mir bekannten Experten zu den am ehesten bedrohten Anbaugebieten Europas. Viele Erzeuger haben dies erkannt und betreiben daher die Ausweitung der Fläche auf bislang weniger geschätzte Randlagen oder explorieren bereits intensiv den Süden Englands als möglichen künftigen Ausweichstandort.
Scheuermann um 09:56 | Umwelt | TrackBack (0) | Kommentieren | Artikel versenden









