Die im Juli begonnene überwiegend wechselhafte Witterung setzte sich im August weiter fort. Allerdings lag das Temperaturniveau deutlich höher. Im letzten Monatsdrittel konnte sich in einigen Gebieten sogar vorübergehend nochmals heiße Luft tropischen Ursprungs durchsetzen. Bei Annäherung von kühlerer Luft entluden sich dabei oft heftige Gewitter. Insgesamt verlief der August warm und nass bei ausgeglichener Sonnenscheindauer. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Der August 2011 überstieg mit 17,8 Grad Celsius (°C) in Deutschland sein vieljähriges Mittel von 16,5°C um 1,3 Grad. Im Gegensatz zu 2010, als einem heißen Juli ein erheblich kühlerer August gefolgt war, verlief der August in diesem Jahr deutlich wärmer als der Juli. Großen Anteil daran hatte heisse Luft tropischen Ursprungs, die vom 21. bis zum 26. besonders in einigen Gebieten Süddeutschlands dominierte. Dort kletterte das Quecksilber nochmals auf Werte um 35° C und an einigen Stationen wurden sogar die bisherigen Rekorde für die letzte Monatsdekade überboten. In Rheinfelden am Hochrhein konnte man am Nachmittag des 22. mit 36,7°C die bundesweit höchste Temperatur dieses Sommers ablesen. Manche Nächte brachten kaum Abkühlung. So blieb das Minimum verbreitet über 20°C, wie in Stuttgart-Neckartal am 22. und am 23. Der nachfolgende Wetterumschwung vollzog sich am 27. mit einem heftigen
Temperatursturz: So lag in Garmisch-Partenkirchen das Maximum am 26. bei 32,9°C, am 27. dagegen nur noch bei 12,1°C. Am frühen Morgen des 28. zeigte das Thermometer hier sogar 3,5°C.
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