Pouchpack, zu deutsch: Beutelpackung, das ist der Name der neuesten Wundertüte aus Übersee. Eigentlich erfunden und in den Regalen längst omnipräsent für Cremes und Lotions, Ketchup, Kaffee, Saucen, Tabak, Fruchtsaft und Fertigsuppen etc. erobert diese Verpackung jetzt auch die Welt der Strand- und Partyweine. Das mag Traditionalisten, die an eine Weinwelt jenseits der Glasflasche nicht glauben wollen, erschrecken, aber der Verpackungsblog
boxedwinespot prophezeit: The Wine Pouch Is The Next Big Thing.

Das kann durchaus so kommen; denn diese Verpackung kann vor allem bei umweltbewussten Konsumenten mächtig punkten. Die wichtigsten Argumente: die CO2 Bilanz - 80 Prozent niedriger als bei zwei Glasflaschen – und 90 Prozent weniger Müll-Volumen. Diese Beutel bestehen aus einem dreischichtigen Material, metallbeschichtetem thermoplastischem Kunststoff
PET aussen und in der mitte sowie innen Polythene mit niedriger Dichte. Dazu kommt eine schnellere Kühlzeit. Auch bleibt der Wein bei angebrochenem Beutel mindestens einen Monat lag frisch. Letzteres kann ich bestätigen; denn ich habe meinen Weinbeutel vor über einem Monat „angestochen“, den Inhalt probiert und ihn dann bis heute im Kühlschrank aufbewahrt. Siehe da: kein geschmacklich feststellbarer Unterschied. Der Wein – ein Blend aus Chenin blanc und Chardonnay des südafrikanischen Produzenten
Arniston Bay – schmeckte nach wie vor frisch, zitrusfruchtig, dazu etwas Ananas und Melone – animierende Aromen also. Sehr sauber und klar, die Kombination der beiden Sorten gelungen ohne deren Charakteristik zu verwischen. Das ist mehr als ordentlich und macht richtig Spass. Fehlen lediglich der Strand und der Sonnenschein, die einem von der Verpackung anlachen.