Montag, 25.01.2010

Klimawandel verändert Handelsströme


Der Klimawandel wird in Zukunft einen grossen Einfluss auf das Nahrungsmittelangebot und auf dessen geografische Verteilung haben. Zu diesem Schluss kommt Bernard Lehmann, Professor für Agrarwirtschaft am Institut für Umweltentscheidungen und Mitglied des Departement Agrar- und Lebensmittelwissenschaften der ETH Zürich. In einem Beitrag für den Klimablog der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ) stellt er die These auf, dass das Bevölkerungswachstum und die veränderten Ernährungsgewohnheiten die künftigen Agrarhandelsströme stark verändern werden. Diese fliessen nach seiner Prognose künftig weniger von Süden nach Norden, sondern vielmehr umgekehrt. Der Schwerpunkt der Nachfrage nach Nahrungsmitteln werde sich tendenziell in die durch den Klimawandel beeinträchtigten Regionen verlagern. Lehmann: „Die Bevölkerungsentwicklung und die Ernährungsgewohnheiten werden dazu führen, dass Afrika in 40 Jahren 400 Prozent mehr, Asien 150 Prozent Mal mehr und Südamerika 60 Prozent mehr Nahrungsmittel benötigen wird. Die Nachfrage in Nordamerika und Europa wird dagegen nur um 20 Prozent ansteigen.“

Montag, 21.12.2009

Der grosse Klimaschwindel


Das Jahrzehnt von 2000 bis 2009 ist zwar nicht die erste Dekade des 21. Jahrhunderts, wie hie und da jetzt irrtümlich geschrieben wird, die endet erste am 31. 12. 2010, aber was unser Wetter betrifft lohnt sich ein Blick auf die Klimadaten dieses Zeitraums. Er war nämlich in Deutschland die wärmste Dekade seit mindestens 130 Jahren. Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in diesem Zeitraum bei 9,4 Grad Celsius und damit 1,2 Grad über dem langjährigen klimatologischen Mittel für Deutschland von 8,2 Grad Celsius. Man mag dies angesichts der derzeit herrschenden Kälte und der Schneemassen kaum glauben. Doch die sind ja kein gegenteiliges Extrem, sondern allenfalls die von früher gekannte Normalität. In das vergangene Jahrzehnt fallen auch die Jahre 2000 und 2007 mit jeweils 9,9 Grad Celsius - die beiden wärmsten Jahre seit Beginn der flächendeckenden Messungen in Deutschland. Es fällt angesichts dieser Zahlen nicht schwer sich vorzustellen, dass wir in der kommenden Dekade da erstmals eine zehn vor dem Komma sehen werden.

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Dienstag, 08.12.2009

Champagner und Klimagipfel – ein Verwirrspiel


Seit Wochen versuchen die Medien weltweit sich mit teils spannenden, teils aber auch nur kuriosen Begleitberichten an den seit gestern tagenden Kopenhagener Klimagipfel anzudocken. Oft ist das nicht mehr als eine erbarmungswürdige journalistische Trittbrettfahrerei nach dem Motto „Chefredakteur zum Volontär: mach doch mal ein buntes Stück dazu.“ Wer sich gründlich informieren will, sollte z.B. lesen was in der NZZ stand über die Folgen für Indien und die Sahelzone, wenn sich die Monsune verschieben und verändern. Seit Tagen geistert aber auch diese etwas seltsam anmutende Meldung aus Frankreich durchs Netz, landete erst in den Spalten des Figaro aber auch auf dieser ungarischen Seite: „Der Champagner liebt warme Jahre.“ Nach dieser Lektüre hatte ich das Thema bereits als Unsinn ad acta gelegt. Gestern erreichte diese Meldung dann aber über den Informationsdienst Yoopress auch Deutschland. Die Redaktion hatte den Bericht ohne ihn in irgendeiner Weise zu hinterfragen nicht nur übernommen sondern auch als eigene Recherche dargestellt. Darin wird u.a. Arnaud Descotes vom Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC) zitiert. Nun ist Arnaud Descotes keineswegs wie es in dem Artikel heisst der Leiter des CIVC sondern lediglich dessen Umweltbeauftrager, aber das macht seine Äusserungen eigentlich noch fragwürdiger.
„Aus der Sicht der Champagner-Erzeuger können wir die Veränderung des Klimas nur begrüßen. Ich meine, solange die Erwärmung sich um 2 Grad begnügt. Sollte das Szenario sich aber verschärfen, wir etwa 5 oder 6 Grad Erwärmung erreichen, dann bekommen wir sehr große Probleme, denn dann wird es den Champagner, den wir heute hier produzieren nicht mehr geben“.
Das ist schlichtweg Nonsens“ Die Champagne gehört nach Ansicht aller mir bekannten Experten zu den am ehesten bedrohten Anbaugebieten Europas. Viele Erzeuger haben dies erkannt und betreiben daher die Ausweitung der Fläche auf bislang weniger geschätzte Randlagen oder explorieren bereits intensiv den Süden Englands als möglichen künftigen Ausweichstandort.

Dienstag, 01.12.2009

Klima-Aus für Merlot in Bergerac


Zum ersten Mal hat ein namhafter Erzeuger in einer renommierten französischen Appellation öffentlich zugegeben, dass für eine klassische Rebsorte das baldige Klima-Aus droht. Hugh Ryman von Château de la Jaubertine in Bergerac erklärte dem Decanter, dass er seit dem Jahr 2000 keinen Merlot mehr angepflanzt habe und diese Sorte nach und nach durch Cabernet Franc und Malbec ersetzen werde. Um beim Merlot die volle Reife der Tannine zu erreichen, müsse man zu hohe Alkoholgrade von 15 % vol und mehr in Kauf nehmen. Das Umpflanzen werde einige Zeit in Anspruch nehmen; denn es sei dafür ein beachtlicher finanzieller Aufwand notwendig. Inzwischen werde er den Merlot nur noch für die Rosé Produktion verwenden. Dies Derzeit sind noch 45 Prozent der Weinberge von Château de la Jaubertine mit Merlot bestockt, aber weniger als ein Dritte davon geht in den roten Grand Vin. Ein ähnlich weitreichendes "Umzugsprogramm" ist mir nur aus dem österreichischen Kamptal bekannt. Dort plant das Weingut Bründlmayer als Ergebnis jahrzehntelanger versuche mittelfristig mit seinen Rieslingen in höhere und weiter nördlich Richtung Waldviertel gelegene Lagen umzuziehen. In die heissen Lagen am Heiligenstein in Zöbing soll dann ebenfalls der Cabernet franc nachrücken.

Montag, 30.11.2009

Temperaturanstieg gefährdet Wintersport


Nicht nur Winzer und Landwirte müssen sich Gedanken machen über die Folgen des Klimawandels sondern auch Hoteliers, Touristiker und Skiliftbetreiber. Eine aktuelle Studie prognostiziert den Rückgang der Schneetage in den deutschen Mittelgebirgen. Die Experten rechnen damit, dass der Wintersporttourismus bis zur Mitte des Jahrhunderts an die Grenzen der Rentabilität stossen wird.Die für den Wintersport ausreichende Schneehöhen werden in den deutschen Mittelgebirgen immer seltener. Danach dürfte der mit dem Klimawandel verbundene Temperaturanstieg dafür sorgen, dass die für Wintersport erforderliche Mindestschneehöhe von zehn Zentimetern zukünftig an immer weniger Tagen des Jahres erreicht wird. Bis 2030 rechnen die Forscher mit einem Rückgang der Zahl der Schneetage um bis zu 20 Prozent. Bis zur Mitte des Jahrhunderts erwarten sie in den Gipfellagen nur noch knapp die Hälfte und in den mittleren und tieferen Lagen sogar bis zu 65 Prozent weniger Schneetage im Vergleich zum Zeitraum 1994 bis 2003. Dann dürfte der kommerzielle Schneesport in den Wintersport- und Skigebieten der deutschen Mittelgebirge an die Grenze der Rentabilität stossen.

Sonntag, 29.11.2009

Winzer schlagen Alarm


Zehn Tage vor dem Klimagipfel in Kopenhagen schlagen französische Winzer Alarm und warnen vor den Folgen des Klimawandels für den Weinanbau in Europa. „Wenn es einen Klimawandel um mehr als ein Grad bis 2050 gibt, wird es keinen Pinot noir mehr im Burgund geben“, sagte Michel Issaly vom Verband der unabhängigen Winzer Frankreichs laut Agenturberichten. Vorzeitige Ernten, extreme Temperaturen und heftige Gewitter hätten bereits zur Qualitätsminderung und verringerter Produktion bei einigen Weinen geführt, erklärte er. Bei der Hitzewelle von 2003 sei die Produktion im Burgund um 30 Prozent zurückgegangen. Die Umweltorganisation Greenpeace unterstützt den Protest der Winzer und appellierte an die französische Regierung, sich stärker im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren. Ein Blick in die deutsche Regional-Presse zeigt, dass da Thema offenbar endlich auf breiter Front in den Weinbaugebieten angekommen ist.

Freitag, 27.11.2009

Der milde November und die Folgen


Der November 2009 war einer der drei wärmsten Novembermonate seit 1881. Dies teilte heute der Deutsche Wetterdienst in Offenbach nach einer vorläufigen Auswertung seiner Messdaten mit. Mit durchschnittlich 7,3 Grad Celsius fiel der November 2009 in Deutschland um 3,3 Grad zu warm aus. An zahlreichen Orten wurden die alten Rekorde der Durchschnittstemperaturen überboten. Massive Warmluftvorstösse auf der Vorderseite von Tiefdruckgebieten liessen die Temperaturen besonders in der zweiten Monatshälfte in Süddeutschland mehrmals auf Werte um 20 Grad ansteigen. So meldete Freiburg am 20. ein Maximum von 20,9 °C und Müllheim südwestlich von Freiburg am 25. 20,4°C. Noch höher kletterte das Quecksilber in Müllheim am 17., als das Thermometer bereits am Vormittag 21,6°C zeigte. Auch in Österreich war der November äusserst mild: Die Temperaturen lagen dort um 2,6 Grad über dem langjährigen Mittel. Für den wärmsten November seit den 243-jährigen Aufzeichnungen reichte es aber laut einem Bericht der Wiener Zeitung nicht, die Rekordabweichung von plus 3,9 Grad im Jahr 1926 wurde klar verfehlt. Auch Meteo Schweioz meldet einen Wärmeüberschuss für den November von teilweise über drei Grad. In den Niederungen der Alpennordseite und im Wallis war es in den vergangenen 145 Jahren einzig 1994 eindeutig noch wärmer.

Donnerstag, 26.11.2009

Medienkrieg um Klima


Im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen tobt in den Medien und im Internet ein heftiger Kampf um die Deutungshoheit der Daten und Studien. Die einen malen Weltuntergangsszenarien an die Wand, die anderen behaupten das Gegenteil, wieder andere melden Diskussions- und Interpretationsbedarf an. Seit Hacker den Server der Universität von East Anglia in Norwich geknackt und Hunderte privater E-Mails und Dokumente von Klimaforschern erbeutet und weiterverbreitet haben, herrscht Krieg an der Klimafront. In diesen Dokumenten werfen sich angesehene Forscher gegenseitig Fälschungen, Manipulationen und Fehlinterpretationen vor. Dadurch bekommt jetzt auch wieder die Fraktion der CO2-Leugner Oberwasser. Sowohl die Kernaussage des alarmierenden Klimaberichts als auch die Streitereien unter den Forschern sind aber nicht wirklich neu. All dies habe ich schon vor Jahren in Gesprächen mit Klimaexperten immer wieder zu hören bekommen. Es ist letztendlich das übliche Hickhack um Forschungs- und Entwicklungsgelder.

Samstag, 17.10.2009

Klimakatastrophe der Kreidezeit bisher unterschätzt


Die extremen Klimaänderungen während der Kreidezeit haben die Erde offenbar stärker belastet als man bisher angenommen hat. Zu diesem Schluss kommen Michael Wagreich und Stephanie Neuhuber Department für Geodynamik und Sedimentologie der Universität Wien im Rahmen eines internationalen UNESCO-Projekts. Die Untersuchungen zeigen, dass das Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre, das in dieser Epoche heutige Konzentrationen bis auf das Sechsfache überstiegen haben dürfte, nur sehr langsam abgebaut wurde. Die Wissenschaftler sehen darin den Hinweis, dass die Ausmaße des derzeitigen globalen Klimawandels bisher unterschätzt wurden und höher angesetzt werden müssten.

Dienstag, 06.10.2009

Logbücher von Seefahrern als Klima-Lexikon


Die Aufzeichnungen in den Logbüchern der Seefahrer im 18. Jahrhundert können Wissenschaftlern Daten über die Klimaveränderungen in den vergangenen 200 Jahren liefern. Unter den rund 300 Logbüchern von Schiffen der königlichen britischen Flotte befinden sich auch jene von Kapitän James Cook und jene der HMS Beagle, auf der Charles Darwin seine Weltreise unternommen hat. Zum Teil enthalten die Aufzeichnungen, die bis 1760 zurückreichen, genaue Angaben über die Temperaturen, den Luftdruck, die Windrichtung und -geschwindigkeit. Zum Teil wurden die Details sogar stündlich eingetragen, zumindest aber täglich auf den aktuellen Stand gebracht, hat das Forschungsprojekt CORRAL (UK Colonial Registers and Royal Navy Logbooks) gezeigt. Jüngere Aufzeichnungen waren aufgrund der verbesserten Messgeräte noch präziser. Diese Logbücher sollen im kommenden Jahr auf der Website des National Archives Online verfügbar sein. Bereits jetzt werden die Daten von Forschern der University of Sunderland evaluiert.

Mittwoch, 23.09.2009

Klimawandel zerstört klassische Weinlandschaften


Eine Ende vergangener Woche vorgestellte Greenpeace-Studie „Impacts of climate change on wine in France“ zeigt welche dramatischen Auswirkungen der fortschreitende Klimawandel auf die Weinlandschaften der Welt und im speziellen in Europa bis zum Ende dieses Jahrhunderts haben kann. Am Beispiel Burgunds wird demonstriert, dass viele bedeutende Anbaugebiete einfach von der Landkarte verschwinden werden, wenn der Klimawandel im derzeitigen Tempo weitergeht.

Samstag, 28.03.2009

Klimawandel bedroht das Bas-Médoc


Der Sud Ouest widmet heute der verstärkten Küstenerosion als wahrscheinliche Folge des Klimawandels den Titel sowie vier Seiten im Inneren des Blattes. In den Artikeln kommen Experten zu Wort, die ein düsteres Bild für Teile des Médoc zeichnen. Demnach sind bis zum Ende des 21. Jahrhunderts alle Gebiete mit einer Höhe von weniger als fünf Metern über dem Meeresspiegel bedroht. Im Klartext heisst das: sie könnten in den Fluten des Atlantik bzw. der Gironde versinken. Bedroht sind nach diesem Szenario z.B. auch Weinbaugemeinden wie St. Christoly-Médoc oder Valeyrac im Bas Médoc nördlich von Lesparre. Selbst St-Estephe wäre demnach in wenigen Jahrzehnten sehr nah am Wasser gebaut. Dieses Bild zeigt jedenfalls eine Karte, die der Groupe intergouvernal d´experts sur le climat (Giec) erstellt wurde.

Freitag, 13.03.2009

Worst Case für die Enkel


In Kopenhagen tagen derzeit 1.600 Klimawissenschaftler aus aller Welt und die Botschaft die von diesem Kongress ausgeht. klingt einigermassen beunruhigend. Scheint sich doch etwas zu bestätigen, wovor die Pessimisten unter den Forschern bereits seit einigen Jahren gewarnt haben. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse geben Anlass zu der Annahme, dass sich im Fall des globalen Klimawandels die Worst-Case-Szenarien bewahrheiten könnten, falls es nicht gelingt das gegenwärtige Ausmass der Treibhausgasemissionen zu stoppen. Und danach sieht es derzeit politisch nicht aus. Bis vor ca. zehn Jahren gingen die Mehrheit der Wissenschaftlicher davon aus, dass sich der Klimawandel im Verlauf des 21. Jahrhunderts im Bereich der die Low-Risk-Szenarien abspielen werde. Nach der Jahrtausendwende machte sich schnell die Einsicht breit, dass wahrscheinlich die mittlerer Gefahrenszenarien die grösste Wahrscheinlichkeit besässen. Inzwischen tendiert die Mehrheit der Forscher dazu den schlimmsten Fall anzunehmen und dies würde tatsächlich bedeuten, dass der Meeresspiegel weltweit mindestens einen Meter ansteigen wird. Bei Zeit Online gibt es ein lesenswertes Interview zu diesem Thema mit Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane am Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung .

Samstag, 10.01.2009

Die Hälfte der Menschheit wird hungern


Angesichts des rekordverdächtigen Winters mit Tiefsttemperaturen, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben, verleitet manchen dazu den Klimawandel zu verharmlosen. Doch dieser passt genauso in das Zukunftsszenario wie der Rekordsommer des Jahres 2003. Die Folgen werden nach einer neuen Studie der beiden Klimaforscher David Battisti von der Universität von Washington in Seattle und die Umweltökonomin Rosamond Naylor von der Universität Stanford verheerend sein. In der Fachzeitschrift „Science“ haben sie ein beängstigendes Szenario entworfen: jeder zweite Mensch leidet in 90 Jahren demnach an Hunger.

Dienstag, 16.12.2008

2008 war das zweitteuerstes Jahr für Versicherer


Der globale Klimawandel wird für die Versicherungsbranche ein immer grösseres Problem. Aufgrund wetterbedingter Naturkatastrophen summierten sich die Schäden aktuellen Schätzungen der Münchener Rück zufolge in diesem Jahr auf über 100 Milliarden Dollar. Bezieht man die volkswirtschaftlichen Schäden durch Erdbeben in die Bilanz für 2008 ein, belaufen sich die Gesamtbelastungen auf mehr als 200 Milliarden Dollar. Für die Versicherer ist 2008 das zweitteuerste Jahr der Geschichte. Diese Belastungen bleiben aber laut einer Veröffentlichung der Agentur von pressetext.de noch weit unter dem Ausnahmejahr 2005. Damals sorgte allein der Wirbelsturm Katrina für Schäden in Höhe von 125 Milliarden. Dollar - versichert davon waren aber nur 60 Milliarden Dollar.

Donnerstag, 20.11.2008

Wein als Umweltsünder


Gestern war ich den ganzen Tag bei der Präsentation des Klimaschutz-Programm Bilan Carbone in Bordeaux. Damit will die Weinwirtschaft an der Gironde ihre direkten und indirekt verursachten Emissionen an CO2 in den kommenden fünf Jahren um 30.000 Tonnen und bis zum Jahr 2050 um 150.000 Tonnen pro Jahr senken. Mehr über die vom Conseil interprofessionel du vin de Bordeaux (CIVB) lancierte Strategie kann man im Planet Bordeaux nachlesen.

Unter den zahlreichen Rechenbeispielen, die der Klima-Consultant Jean-Marc Jancovici im Palais des Congrés de Bordeaux vorrechnete, hat mich besonders dieses beindruckt: Der Konsum einer Flasche Wein entspricht dem Gegenwert von vier Kilometern Autofahrt. Klingt harmlos. Aber dann habe ich mal nachgerechnet. Mit rund 400 Flaschen, die ich pro Jahr trinke, komme ich schon auf ein Äquivalent von 1.600 Kilometer und die rund 2.000 Flaschen, die ich probiere und dann wegschütte, ausspucke oder zu Essig verarbeite, komme ich nochmal auf ca. 8.000 Kilometer. Mein Weinkonsum verursacht also direkt und indirekt einen CO2-Ausstoss wie eine Autofahrt von Amsterdam nach Kapstadt. Mit Wein trinken kann man schnell zum Umweltsünder werden.

Dienstag, 28.10.2008

Tesco setzt auf Tetra Pak


Die britische Supermarkt-Kette Tesco setzt bei einfachen Konsumweinen immer stärker auf Tetra Pak als Verpackungsart. So kündigte das Unternehmen jetzt eine Serie von drei spanischen Weinen der Qualitätsstufe Vino de Mesa in 1-Liter Tetra-Prisma-Paks an. Dies bringe das Unternehmen seinem erklärten Ziel bis 2010 den Abfall aus Verpackungen um 25 Prozent zu reduzieren näher. Gleichzeitig käme das den Preisvorstellungen der Kunden näher. In der Value Range liegt der durchschnittliche Flaschenpreis derzeit in dieser Kategorie bei 4 britischen Pfund (5 Euro). Die neuen Trat Paks sind mit 2,89 Pfund (3,61 Euro) deutlich preiswerter. Gleichzeitig veröffentlichte das Unternehmen eine Bilanz seiner diesjährigen Wine Club Faires. Demnach kamen zu den Events in London, Bristol, Manchester und Edinburgh rund 7.500 Besucher. Das sind 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Montag, 15.09.2008

Klimawandel gefährdet Walliser Weinkultur


Klimawandel und Gletscherschmelze gefährden nach Ansichten von Experten den Weinanbau im Schweizer Anbaugebiet Wallis. Bei einem Önologen-Treffen am 20. September wollen sie vor Ort die klimatischen Auswirkungen auf den Weinbau diskutieren.

Im oberen Rhônetal kultivieren vor der Kulisse der fünf Unterwalliser 4000er-Alpengipfel über 2.200 Weinbauern mehr als 50 Rebsorten und produzieren rund 500 verschiedene Weine. Durch die drastische Gletscherschmelze könnte es in Zukunft allerdings zu Wasser-Versorgungsengpässen im Netz der über 200 Suones kommen. So heissen die Bewässerungskanäle, die sich horizontal durch die steilen Rebhügeln ziehen.

Seit dem Mittelalter haben die Winzer hier bis zu 17 Meter hohe Steinmauern angelegt nebst einem 1.400 Kilometer langen Wasser-Kanalsystem. Das Wasser wird unter anderem aus dem Stauwerk Grand Dixence zugeführt, das aus 27 Gletschern gespeist wird. Viele der spektakulären Terrassen und Galerien in der Region Salgesch, Sierre und Sion stammen noch original aus dem 13. Jahrhundert. Nun machen sich die Walliser Winzer erstmals Sorgen, wie der Weinanbau das nächste Jahrhundert überleben wird.

Im Rhonetal werden jährlich 50 Millionen Liter Wein produziert. Mit einem Drittel der Gesamtfläche, die mit Reben beflanzt ist (5.200 ha), ist das Wallis somit der bedeutendste Weinkanton der Schweiz. Das Besondere dieser Weinregion ist der frappante Höhenunterschied der Weinkulturen. So überwindet der Rebberg von Visperterminen 500 Höhenmeter. Dieses Mikroklima mit der einzigartigen und komplexen Bodenvielfalt (Granit, Kalk, Schiefer und Gneiss) führt zu einer grossen Diversität der Weinen.

Mittwoch, 03.09.2008

So warm wie zu Konstantins Zeiten


Die Klima-Anomalie, die wir derzeit durchleben und viele Wissenschaftler für den Beginn eines weitreichenden Kilmawandels halten, ist grösser als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in einem Artikel, der in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen ist aufgrund erweiterter Daten und besserer Berechnungsmethoden, mit denen sie den Klimaverlauf der zurückliegenden 2.000 Jahre rekonstruiert haben. Bislang ging man davon aus, dass es sich bei den zurückliegenden zehn Jahren um die wärmste Dekade der letzten 1.000 Jahre gehandelt hat. Zwar sei es auch im Mittelalter nach der Analyse der Daten wärmer, als bislang vermutet, gewesen, aber die jetzt erreichten Temperaturen liegen dennoch an der Spitze. Im Zeitraum von 1997 bis 2007 waren die Oberflächentemperaturen auf der nördlichen Halbkugel der Erde demnach wärmer als während der vorhergegangenen 1.300 Jahre. Würde man neben Daten von Sedimenten in Meeren und Seen, Eisbohrkernen oder Korallenstämmen Daten aus den Aufzeichnungen von Baumringen noch hinzunehmen, wäre nach einem Team von US-Wissenschaftlern die Anomalie noch grösser. Dann wären die letzten zehn Jahre sogar über eine Zeitspanne von 1.700 Jahre die wärmste Periode in Europa. Das hiesse, dass wir heute einen Klimazustand haben den es zuletzt gab, als der römische Kaiser Konstantin der Grosse in Trier residierte.

Sonntag, 31.08.2008

Folgen des Klimawandels in Spanien




Wissenschaftler warnen schon lange davor, dass Spaniens als eines der ersten europäischen Länder die Folgen des Klimawandels negativ zu spüren bekommen wird vor allem in seinen heissen und trockenen südlichen Anbaugebieten. Dort drohen mittelfristig Versteppung und Wüstenbildung. Doch auch der Norden ist in Gefahr wie diese sehenswerte BBC-Reportage aus Katalonien zeigt. Miguel Torrres, einer der grössten Erzeuger des Landes ist demnach überzeugt, dass bestimmte Rebsorten wie z.B. der Merlot in den kommenden Jahrzehnte in höher gelegene Standorte umziehen müssen.

Samstag, 30.08.2008

Ökologischer Fussabdruck


Bio-Weine belasten die Umwelt weit weniger als konventionell produzierte Weine. Forscher der Universität Siena haben festgestellt, dass der so genannte "ökologische Fußabdruck" einer Flasche Bio-Wein mit etwa sieben Quadratmetern nur rund halb so gross ist wie der eines "normalen" Weins, bei dem er knapp 14 Quadratmeter beträgt. Die Untersuchung der Italiener ist unter dem Titel Ecological Footprint analysis applied to the production of two Italian wines im Fachjournal Agriculture, Ecosystems and Environment (Bd. 128, S. 162) erschienen. Als ökologischen Fußabdruck bezeichnet man die Fläche Erde, die als Ressource notwendig ist, um ein bestimmtes Gut zu produzieren. Die Wissenschaftlerin Valentina Nicolucci verglich für ihre Studie die Herstellung von Wein aus Sangiovese-Trauben auf zwei nur 30 Kilometer voneinander entfernt liegenden Weingütern in der Toskana. Auf einem Gut wird der Wein auf herkömmliche Weise produziert, auf dem anderen wird ökologischer Anbau betrieben. Bio-Weine schonen die Umwelt vor allem, weil beim konventionellen Anbau, der zum Beispiel bei der Ernte Maschinen einsetzt, mehr Land gebraucht und keine recycelten Flaschen verwendet würden, erklärte Nicolucci.

Freitag, 08.08.2008

Wein und Wetterextreme


Die extremen Wetterereignisse der vergangenen Tage und Wochen in Deutschland und Österreich machen deutlich, worin die eigentlichen durch den Klimawandel bewirkten Gefahren für den Weinbau in unseren Breiten in der Zukunft liegen. Nicht die langsam, aber stetig zunehmenden Jahresmitteltemperaturen sind es, sondern vor allem die extremen Wettersituationen wie Starkregenfälle und Hagel. Vor allem in der Pfalz und im Burgenland kam es zu erheblichen Schädigungen durch massive Hagelschläge.

Die Sturzfluten, die in den vergangenen Tagen über weiten Teilen West- und Norddeutschlands niedergingen und dabei grosse Verwüstungen anrichteten, sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Klimaforscher für die nächsten Jahre erwarten. Die Klimaerwärmung wird nach einer neuen amerikanischen Studie zunehmend heftige Regenfälle zur Folge haben und zwar häufiger und stärker, als alle bisherige Berechnungen vorhersagen. Der Treibhauseffekte erhöhe nicht nur die Gefahr von Überflutungen, sondern könne auch beträchtliche soziale und wirtschaftliche Folgen haben, berichten das Team um Richard Allan von der Universität Berkshire im US-Fachjournal "Science".

Dienstag, 22.07.2008

Winzers Albtraum


Die amerikanische Rebzikade (Scaphoideus titanus) ist offenbar in Österreich auf dem Vormarsch. In Italien, Slowenien und Serbien haben die Tiere bereits Hunderte Hektar Weingärten vernichtet. Aufgrund des Klimawandels breitet diese Insektenart sich immer weiter Richtung Norden aus. Die Rebzikade wurde zum ersten Mal 2004 in den Weinbergen rund um Klöch und Bad Radkersburg entdeckt und hat sich von dort bis in den Bezirk Feldbach ausgebreitet. Jetzt ist sie laut einem Bericht des ORF erstmals auch im Südburgenland aufgetaucht und wandert von dort offenbar weiter in Richtung Oberösterreich. Entdeckt wurden Larven des Insektes bei einer Routinekontrolle von Experten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in einem Weingarten in Bonisdorf. Die Rebzikade kann die gefährliche Weinkrankheit "Flavescence dorée" übertragen. Die Weinstöcke sterben dann ab. Alle Zikaden waren aber bisher gesund. Sie können die gefährliche Weinkrankheit also nicht übertragen. Dennoch stellt der nur wenige Millimeter grosse Schädling nach Ansicht von Experten die grösste Bedrohung für den europäischen Weinbau dar seit der Reblaus. In der Steiermark wird ein Insektizid gegen die amerikanische Rebzikade gespritzt. Für den Wein ist dieses Mittel laut Landwirtschaftskammer ungefährlich, da es sich innerhalb eines Monats vollständig abbaut.

Atomwein-Image


Nach Ansicht von Anne Lauvergeon, der Vorsitzende des staatlichen französischen Atomenergiekonzerns "Areva", ist bei den beiden Störfällen in den Atomkraftwerken in den Tricastin und Romans-sur-Isère „so gut wie nichts passiert“. Dabei habe es sich lediglich um "Anomalien" der untersten Klasse eins auf der achtstelligen Skala für atomare Störfälle und Katastrophen gehandelt. So wird sie jedenfalls in der ZEIT zitiert. Man habe aber das Ausmass der Emotionen unterschätzt. Um Emotionen geht es bei den Winzern der nahegelegenen Appellation Coteaux du Tricastin im südlichen Rhônetal nicht, sondern um´ s Image und handfeste Geschäftsinteressen. Die fürchten nämlich jetzt laut französischen Presseberichten um den guten Namen ihrer AOC und wollen deshalb den Namen ändern. Es sei im Augenblick kaum noch möglich Weine dieser Herkunft zu verkaufen. Bei ihrem Anliegen werden die Erzeuger vor allem von lokalen Mandatsträgern unterstützt.

Montag, 07.07.2008

Australien vor einer Dürrekatastrophe


Seit knapp sechs Jahren leidet Australien nun unter einer Dürreperiode, die bereits jetzt als schlimmste in der modernen Geschichte des Landes gilt. Nach dem jüngsten Garnaut-Klimabericht ist das allerdings erst der Anfang, denn in Zukunft könnten Dürre und Hitze zur Tagesordnung werden. Im Klimabericht ist etwa die Rede davon, dass neben der Häufigkeit dieser Perioden auch die betroffenen Flächen bis auf das Doppelte anwachsen könnten. Derzeit treten in Australien außergewöhnlich heiße Jahre ungefähr im Abstand von 20 bis 25 Jahren auf, berichtet die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation CSIRO. In Zukunft könnten solche Hitzeperioden im Zweijahres-Rhythmus, im schlimmsten Fall sogar jedes Jahr, auftreten.

Seit 1955 hat die Zahl der heißen Tage und Nächte deutlich zugenommen. Im Februar 2004 etwa lagen die Maximaltemperaturen in vielen Regionen fünf bis sechs Grad über dem langjährigen Durchschnitt. In Adelaide konnte man sogar an 17 aufeinander folgenden Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad messen. Hier liegt der langjährige Durchschnitt solcher Tage bisher bei 14 Tagen. Im März 2008 konnten die Meteorologen in Adelaide an 15 aufeinander folgenden Tagen Temperaturen von 35 Grad und darüber und 13 aufeinander folgende Tage mit 37,8 Grad und darüber messen. In Melbourne verzeichneten die Meteorologen die Rekordmarke von 36,9 Grad Minimum bei den Nachttemperaturen.

Dienstag, 01.07.2008

Prinz Charles tankt Wein-Treibstoff


Der britische Thronfolger und überzeugter Öko-Landwirt Prinz Charles geht mit guten Beispiel voran und lässt seinen Lieblings-Oldie mit Bioethanol betanken, das aus Wein hergestellt wurde. Englischem Wein, wie sein Privatsekretär Sir Michael Peat gegenüber der Tageszeitung Telegraph betont, der aus nicht marktfähiger englischer Überproduktion stammt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen 38 Jahre alten Aston Martin, den Charles zum 21. Geburtstag von seiner Mutter, der Queen geschenkt bekommen hat. Der Prinz benutzt ihn als Sommerauto und fährt ihn lediglich 300 Kilometer pro Jahr. Seine drei anderen Autos – ein Jaguar, ein Audi und ein Range Rover - werden mit Biodiesel betankt, das aus gebrauchtem Küchenöl gewonnen wird.

Montag, 16.06.2008

Shame on You, Mr. Beck!


Der in Berlin lebende und arbeitende britische Weinkritiker Stuart Pigott hat mit dem ihm eignen bissigen Humor den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden Kurt Beck ins Visier genommen. Pigott nutzte eine Einladung zur Moderation einer Weinprobe mit Spitzenweinen von der Mosel in zu einer politisch-satirischen Abrechnung mit der Mainzer Landesregierung. Der Liebhaber der Mosel und ihrer Kulturlandschaft liess seiner Empörung über die umstrittene Straßenplanung der B 50 neu freien Lauf und erhielt dafür begeisterten Beifall von den mehr als 170 anwesenden Gästen, meistens Winzer und ihre Familien. Einmal mehr stellte dabei der als Exzentriker geltende Fachjournalist seine kabarettistischen Fähigkeiten unter Beweis. Das Ergebnis ist in einem amüsanten Video festgehalten. Titel: Shame on You, Mr. Beck! Mehr über die Veranstaltung und ihren Hintergrund gibt es bei Tacheles regional.

Samstag, 09.02.2008

Finnischer Atomwein


Damit dürfte er nun endgültig gefunden und dokumentiert sein: der derzeit nördlichste Weinberg Europas. Er liegt nicht in Dänemark, nicht in Schweden oder Norwegen sondern in Finnland. Und zwar in Olkiluoto. Hier die geographischen Koordinaten: 61° 14′ 12″ North (nördliche Breite) und . 21° 26′ 32″ East (östliche Länge). Dort gedeihen tatsächlich im Schatten des grössten finnischen Atomkraftwerks Reben in einem Kleinklima, das durch die Abwärme des Kühlwassers des AKW ermöglicht wird. Einen Namensvorschlag hätt´ ich auch: Château Atom. Gefunden über cafebabel.com.


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Sonntag, 03.02.2008

Wein aus der Kugel


Sieht so das Partyfass oder die Gross- flasche der Zukunft aus? Wenn es nach Jan Veenendaal, Geschäftsführer der niederländische Firma Lightweight Containers (Den Helder), geht, lautet die Antwort ja. Zunächst will er mit dieser neuen "KeyKeg"-Technologie den Biermarkt revolutionieren, aber die Plastikugeln eigenen sich ebenso zum Abfüllen von Wasser, Limo Wein oder Sekt. Die PET-Fässer mit einem Fassungsvermögen von 20 oder 30 Litern sind mit einem halben Millimeter Wandstärke und dank ihrer Kugelform besonders druck- beständig. Das Getränk selbst befindet sich in einem aluminiumbeschichteten Innenbeutel. Dieser Hightech-Sack entfaltet sich beim Befüllen des "KeyKeg" und verhindert dank seiner sieben Folienschichten, dass Luft an den Inhalt kommt oder Kohlendioxid bei Bier oder Schaumwein entweicht und das Getränk schal wird.

In Deutschland hat die Schoeller Arca Systems (Hardenberg/Niederlande) in Schwerin, Weltmarktführer für Flaschenkästen und industrielle Mehrwegkisten aus thermoplastischen Kunststoffen, jetzt mit der Produktion der Einweg-Kugeln begonnen berichtet mvregio. Die Gruppe, die mit 1500 Beschäftigten pro Jahr rund 450 Millionen Euro umsetzt . hat mehr als fünf Millionen Euro in eine neue Produktionshalle samt vollautomatischer Kugelanlage investiert. Geplant sind vorerst 1,8 Millionen Plastikfässer pro Jahr. Tests liefen bisher in mehr als 60 Brauereien weltweit. In Deutschland finden derzeit Feldversuche mit der Gastronomie statt. Denn entscheidend sei letztlich, wie der Verbraucher das Gezapfte aus der Kunststoffkugel annimmt, so Veenendaaal. Dies könnte natürlich in Zukunft auch ganz einfach eine Frage des Preises sein. Für die Getränkeproduzenten liegen die Vorteile nämlich klar auf der Hand. Plastik ist billiger als Stahl und Glas und somit für den Export besser geeignet. Mit den superleichten Einwegverpackungen könnten Brauereien und Kellereien nach Angaben des Herstellers ihre Logistikkosten um bis zu 50 Prozent senken, oder anders gerechnet 25 Prozent mehr in einem Container verladen.

Mittwoch, 30.01.2008

Frühling im Januar


Die erste Kilokalorien-Bombe darf auf dem Klimakonto des Jahres 2008 eingebucht werden. Der Januar war sonnig (+ 44 Stunden), warm (+ 4,1 Grad) und er war arm an Schnee. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst in Offenburg in seiner vorläufigen Monatsbilanz via weinreporter.de .

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