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<title>the drink tank</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/</link>
<description>Web-Journal des Hamburger Autors Mario Scheuermann  zu Themen wie Wein, Restaurants, Reisen,  Kochen, Lifestyle, Ungarn, Europa.</description>
<language>de</language>
<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 16:03:56 +0200</lastBuildDate>
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<title>Ein Fest für alle Sinne </title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3275</link>
<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende war ich auf Einladung der Kellerei <a href="http://www.bouvet-ladubay.fr">Bouvet-Ladubay</a> zu Gast bei den alljährlichen  <a href="http://www.livreetvin.com/livre-et-vin/">„Journées nationales du livre et du vin“</a> in dem kleinen Städtchen Saumur an der Loire. Auf meinem Facebook-Profil habe ich live und ausführlich darüber berichtet. Es war ein in jeder Hinsicht grossartiges Erlebnis, ein Fest für alle Sinne wie es so  vermutlich nur die Franzosen feiern können: Essen und Trinken, Literatur und Musik, zeitgenössischen Kunst, diverse Weinproben. <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/keller.jpg" alt="" /> <img src="http://data.blogg.de/2179/images/halle.jpg" alt="" /><br />
<br />
Für dieses Festival, das zum 17. Mal stattfand, waren 138 französische Autoren unterschiedlicher Literaturgattungen von Roman, Essay und Lyrik bis Sport und Kino und Comic nach Saumur gekommen um auf dem Gelände der Kellerei Bouvet-Ladubay an Tischen ihre Bücher zu präsentieren und zu signieren. Dazwischen standen Winzer mit ihren Weinen, Spargel- und Erdbeerbauern, Zuckerbäcker und Traiteure wie Schweinsfussmeister <a href="http://www.girardeau-traiteur.com">Girardeau</a> mit ihren Pasteten, Würsten und Konfitüren.  Viele namhafte Verlage wie Gallimard, Grasset, Albin Michel oder Flammarion waren mit von der Partie. Es gab klassische Konzerte mit Werken von Chopin und Debussy. Gitarrist <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Thomas_Dutronc">Thomas Dutronc</a>, der Sohn des Regisseurs Jacques Dutronc und der Sängerin Francoise Hardy; war mit seinem Jazz-Trio beim Abendessen ausgiebig zu hören. Aber auch die Band der Medizinstudenten der Uni in Tours spielte auf. Es gab literarische Cafés, Weinverkostungen mit den Spitzengewächsen der Loire, Kunstausstellungen. 6.300 Menschen aller Schichten und Altersgruppen liessen sich davon begeistern.   <br /><br /> Im Mittelpunkt des Festivals stand die Preisverleihung des damit verbundenen Literaturwettbewerbs.  Es wurden insgesamt sieben Preise in verschiedenen Gattungen verliehen, so u.a. der Preis der Stadt Saumur „Esprit Epicure“ für „Et Toque, petite Anthologie savoureuse de l´exprit à la Table“ von <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Laurent_Mariotte">Laurent Mariotte</a> und Marc Pasteger, eine Sammlung kulinarisch-gastrosophischer Anektoden. Den Preis  Jean Carmet der Vignerons de Bourgueil ging an  den Historiker <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Laurent_Bourdelas">Laurent Bourdelas</a> und seine Buch „L`ivresse des rimes“ (Rausch der Reime) ein Führer durch das alte Paris zu den Lokalitäten in denen Frankreichs grosse Poeten verkehrten. Besonders gefallen hat mir der kleine Lyrik-Band „Ce que disent les vents“ (Was die Winde erzählen) von <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Philippe_Delaveau">Philippe Delaveau</a>, der den Preis Omar Khayyam bekam. <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/schauspieler.jpg" alt="" /><br />
<br />
Die Schauspieler Richard Bohringer und Antoine Dulery bei der Preisverleihung.<br />
<br />
Das Aufgebot der Prominenz bei der Präsentation der Preisträger war beeindruckend: der Autor <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Alain_Borer">Alain Borer</a>, die Schauspieler<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Bohringer"> Richard Boringer</a>, und <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Antoine_Dul%C3%A9ry">Antoine Dulery</a>, die Schauspielerinnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brigitte_Fossey">Brigitte Fossey </a>und <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Gabrielle_Lazure">Gabrielle Lazure</a> sowie der unvergessene französische Moderator der TV-Abendnachrichten (1987 – 2008) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Poivre_d%E2%80%99Arvor">Patrick Poivre</a> . Einer der organisatorischen Höhepunkte ein Mittagessen für 300 Personen zu Ehren der Preisträger  in den mit Kerzen erleuchteten Kellergewölben der ehemaligen Abtei aus dem 12. Jahrhundert, die sich unter dem Gelände von Bouvet-Ladubay acht Kilometer lang ausdehnen. <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/Bouvetladubay.jpg" alt="" /><br />
<br />
Die Liste der Sponsoren dieses Events reichte von Bouvet-Ladubay selbst bis zum Parfüm  Guerlain. Renault stellte seine neuesten Fahrzeuge für einen Fahrdienst zum Flughafen in Paris zur Verfügung und die nationale Eisenbahngesellschaft SNCF einen TGV, der die Autoren und ihren Tross von Paris nach Saumur und zurück brachte.  Besonders hat mich beeindruckt dass Hunderte von Menschen sich als Freiwillige ohne Bezahlung zur Verfügung stelle z.B.  für den Fahr- oder Ordnungsdienst.  Und einmal mehr habe ich mich gefragt, warum es so etwas ähnlich nicht auch in Deutschland gibt?  Meine Antwort:  weil Wein hierzulande längst nicht den kulturellen Stellenwert hat, den wir ihm immer gerne zumessen. Weil hierzulande die meisten Menschen viel zu eigennützig sind um beispielsweise aus Lokalpatriotismus und/oder Kultur- bzw. Weinbegeisterung freiwillig etwas zum  Gelingen eines solchen Events beizutragen. Weil der etablierte Kunst- und  Literaturbetrieb elitär und borniert auf dem hohen Ross sitzt. Man muss sich nur mal bei den einschlägigen Vernissagen und Lesungen umschauen welche ungeniessbare Billigplörre dort als Wein und Sekt ausgeschenkt wird. Oft genug sind Umtrunk samt Häppchen eine Beleidigung für die Kunst und die Künstler. ]]></description>
<pubDate>Wed, 16 May 2012 16:03:56 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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<title>… und wieder heisst der Sieger Terra rossa </title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3274</link>
<description><![CDATA[Zum zweiten Mal in Folge hat ein Sauvignon blanc der Selektion Terra Rossa  vom Weingut Weedenbornhof in Monzernheim die Vorentscheidung in Rheinhessen für die Sauvignon blanc Trophy gewonnen. An diesem Wein kommt wohl derzeit niemand vorbei wenn er die Nummer eins in Rheinhessen sein will. In diesem Jahr waren 35 Weine aus dem Anbaugebiet am Start. Nach der Pfalz mit 80 Weinen war dies der zweitgrösste  Regionalwettbewerb der Trophy 2012. <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/TerraRossa212.JPG" alt="" /><br />
<br />
Mit seiner vehementen Mineralität und einer deutlichen Terroirprägung macht er es einem zwar nicht eben leicht, aber wer diesem Wein ein oder zwei Jahre Zeit gibt wird seinen Spass daran haben Inzwischen kann er ja den einfacheren, weil jetzt schon zugänglichen Sauvignon vom Weedenbornhof trinken, der sich auf dem fünften Rang platzierte und nur um Haaresbreite das Finale der TOP 50 verfehlte. Die eigentliche Überraschung der rheinhessischen Vorrunde – mit 35 Weinen die zweitgrösste des Wettbewerbs – steht auf Platz zwei. Das weitgehend unbekannte Weingut Franz aus Appenheim schaffte auf Anhieb bei der ersten Teilnahme den Sprung fast bis an die Spitze mit einem sehr sortentypischen Wein. Ähnliches gilt auch für den Drittplatzierten. Christian Bamberger aus Bad Sobernheim konnte in den vergangen beiden Jahren zwar bereits einige Lorbeeren einheimsen, allerdings für sein Weingut an der Nahe und die dortigen Weine  So war er 2011 als Falstaff-Newcomer des Jahres nominiert und Gault Mllau hält ihn für die „vielleicht interessanteste Neuentdeckung an der Nahe“. Doch dieser Wein stammt aus Rheinhessen, wo er über die Familie seiner Mutter Weinberge besitzt.  Auch dieser Grenzgänger  schaffte als als Überraschungs-Dritter den Sprung ins Finale. Genau wie der Sauvignon blanc von Dr. Andreas Schreiber auf Platz vier. <br />
 <br /><br /> <b>TOP 10 Rheinhessen </b><br />
<br />
<b>Platz 1</b><br />
2011 Sauvignon blanc  „Terra Rossa“<br />
Weingut Weedenbornhof, Monzernheim<br />
2.000 Flaschen. 13 % vol. Alkohol. 13 Euro. 91/100<br />
<a href="http://www.weedenbornhof.de">www.weedenbornhof.de</a><br />
<br />
<b>Platz 2</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Weingut Franz, Appenheim<br />
2.200 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol.  5,20 Euro. 90/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-franz.de">www.weingut-franz.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb.  Nase mit einem deutlichen Sauvignon-Charakter, reife Stachelbeere, feine Würznoten. Am Gaumen schlank, saftig und elegant,  fein aber durchaus komplex, schöne schwarze Cassisnote. Guter Abgang.  <br />
<br />
<b>Platz 3</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Weingut Christian Bamberger, Bad Sobernheim<br />
5.500 Flaschen. 13 % vol. Alkohol. 9,50 Euro.  90/100 Punkte <br />
<a href="http://http://www.7bycb.de/">http://www.7bycb.de/</a><br />
Eigene Notiz:  Nase sehr verhalten, feine komplexe Würze. Saftig am Gaumen, geschmeidig etwas cremig. Gute Länge. <br />
<br />
<b>Platz 4</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Dr. Andreas Schreiber, Worms-Abenheim<br />
6.000 Flaschen. 13,4 % vol. Alkohol. 6,30 Euro. 90/100 Punkte <br />
<a href="http://www.weingutschreiber.de">www.weingutschreiber.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. In der Nase sehr konzentriert, eher mineralisch-würzig als fruchtig. Am Gaumen ein sehr seriöser Wein, glasklar, reife Frucht, gute Säure, kräftiger Körper, nachhaltig und lang. <br />
<br />
<b>Platz 5 </b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Weingut Weedenbornhof, Monzernheim<br />
7.000 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol. 8,20 Euro. 89/100 Punkte<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Nase erdig, mineralisch, aber auch etwas Sortenfrucht von der Stachelbeere. Kräftiger Wein mit schöner Fülle, langer Abgang. Hat mir persönlich besser gefallen als einigen Mitjuroren. Ist um 0,1 Punkte ganz knapp am Einzug ins Finale gescheitert <br />
<br />
<b>Platz 6</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Sander, Mettenheim<br />
10.000 Flaschen. 13 % vol. Alkohol. 10,90 Euro, 890/100<br />
<a href="http://www.sanderweine.de">www.sanderweine.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Sehr feine Nase, aber wenig Sortenfrucht. Am Gaumen saftig, schöne Fülle. Etwas Opulenz. Langer Abgang.<br />
<br />
<b>Platz 7</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Kapellenhof, Selzen<br />
2.500 Flaschen. 13 % Vol. Alkohol. 6,50 Euro. 89/100<br />
<a href="http://www.weingut-kapellenhof.de">www.weingut-kapellenhof.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Verhaltene Nase Zeigte im Duft wenig. Am Gaumen frisch, fest, etwas kantig, wirkte sehr unfertig, aber gute Anlagen sich zu harmonisieren. Guter Abgang.<br />
<br />
<b>Platz 8</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Weingut Pauser, Flonheim<br />
8.500 Flaschen. 13 vol. Alkohol. 5,50 Euro. 89/100<br />
<a href="http://www.weingut-pauser.de">www.weingut-pauser.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Dezente Nase mit einem frischen, hellen Cassisduft. Am Gaumen saftig, cassisfruchtig, aber auch etwas mineralisch. Ausgewogen. Schöne Fülle.  <br />
<br />
<b>Platz 9</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Lohr, Worms-Weinsheim<br />
2.985 Flaschen, 12,45 vol. Alkohol.- 4,40 Euro, 88/100<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Zarte Sortennase. Am Gaumen geradlinig, helle Frucht, schöne animierende Zitrusnote. Guter Abgang.<br />
<br />
<b>Platz 10</b><br />
2011 Zechberg Sauvignon blanc Spätlese trocken<br />
Weingut Hornbergerhof, Framersheim<br />
2.370 Flaschen. 13,7 vol. Alkohol. 5,40 Euro. 88/100<br />
<a href="http://www.weingut-hornbergerhof.de">www.weingut-hornbergerhof.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Nase etwas rauchig, verhalten- Am Gaumen saftig, opulent. Der deutliche Alkohol ist schmeckbar, bleibt aber harmonisch. Guter Abgang. <br />
<br />
]]></description>
<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:21:59 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Südafrika lanciert weltweit erstes Siegel für eine ethische Weinerzeugung</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3273</link>
<description><![CDATA[Südafrikas Weinwirtschaft ist ihren Mitbewerbern mal wieder einen grossen Schritt voraus. Nach dem bereits vor zwei Jahren eingeführten Nachhaltigkeitssiegel lancierte sie in dieser Woche das weltweit erste Siegel für ethische Weinerzeugung. Dies ist u.a. als Reaktion auf die Angriffe von Organisationen wie Human Rights Watch zu sehen, die mehrfach in Berichten illegale Behandlungen von Farmarbeitern vor allem auf Obst- und Blumenplantagen in Südafrika angeprangert und dies mit Bildern von Weingütern illustriert hatten. Printmedien und TV-Sender hatten das ungeprüft übernommen und so den südafrikanischen Winzern negative Schlagzeilen beschert. Südafrikas Weinwirtschaft beschloss nun ihre in vielen Betrieben bereits umgesetzten sozial-ethischen Standards zur Einhaltung und Förderung fairer Arbeitsbedingungen auf Weinfarmen und in Wein-Kellereien verbindlich zu machen und kontrollieren zu lassen um sie durch ein Siegel auf der Flasche gegenüber Konsumenten kennzeichnen zu können.<br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/Fair_Labour_Seal_hoehe153.jpg" alt="" /> <img src="http://data.blogg.de/2179/images/WOSA2.jpg" alt="" /><br />
<br />
<b>Nachhaltigkeit und soziale Ethik:</b><i> zwei Siegel für eine bessere Weinwelt. </i><br />
<br />
Unter Aufsicht der Wine Agricultural Industry Ethical Trade Association (WIETA) wird die Erfüllung der sozialen Vorgaben in den Weinbaubetrieben überwacht. WIETA wurde bereits vor zwölf Jahren als Nichtregierungsorganisation gegründet, um mittels Ausbildung, betrieblicher Gutachten und Kontrollen eine sozial verträgliche Arbeitspraxis und fairen Handel in der Weinwirtschaft zu forcieren. Die Mitglieder der WIETA sind Weinerzeuger, Händler, Gewerkschaften, weitere Nichtregierungsorganisationen und die südafrikanische Regierung. <br />
<br />
Nur Betriebe, die die von der WIETA vorgegebenen Kriterien erfüllen, dürfen ihre Weine mit dem neuen Sozialsiegel auszeichnen. Derzeit sind 80 Weinfarmen bei der WIETA akkreditiert und die ersten durchlauf bereits den Prüf- und Kontrollprozess, einige grosse wie  die Roberston Winery, KWV und Distell stehen bereits kurz vor dem Abschluss. WOSA-CEO Su Birch schätzt, dass bis zum Ende des Jahres bis zu 200 Betriebe die  Zertifizierung erreicht haben werden und das Siegel auf den Flaschen anbringen dürfen. Für die Nutzung des Siegels müssen die Betriebe ihre Abkommen mit der WIETA jährlich erneuern. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, müssen die Produzenten auch ihre Trauben- und Weinlieferanten benennen. Um das Siegel zu erhalten, müssen mindestens 60 Prozent dieser Lieferanten ebenfalls WIETA-akkreditiert sein. Die restlichen 40 Prozent müssen ihre entsprechenden Massnahmen und konkreten Pläne zur Vorbereitung einer Akkreditierung vorlegen. Dies betrifft u.a. die notwendigen  Investitionen zur Verbesserung der Wohnsituation der Farmarbeiter und ihrer Familien, die nur in mittelfristigen Bauprogrammen umgesetzt werden können.<br />
 <a href="http://www.wieta.co.za"></a> <br /><br /> Die WIETA arbeitet in engem Kontakt mit dem Exportverband Wines of South Africa (WOSA), der das Siegel international gegenüber Handel und Konsumenten bewerben wird, sowie mit Fairtrade und Fair for life. Das langfristige Ziel der südafrikanischen Weinwirtschaft ist es zukünftig nur ein Siegel zu haben. Das würde bedeuten, dass das unabhängige Wine & Spirit Board sowohl die ökologische und sozial-ethische Nachhaltigkeit der Weine sowie die Entsprechung der Wine–of-Origin-Informationen, das heißt die Angaben zu Herkunft, Jahrgang und Rebsorte, überprüft. <br />
Diese wegweisende Initiative zur Verbesserung der sozial-ethischen Arbeitsbedingungen wird von den wichtigsten beruflichen Interessensverbänden wie die Food & Allied Workers Union (FAWU), Sikhula Sonke, Women on Farms und etablierten Organisationen wie der SA Liquor Brandowners‘ Association (SALBA), der Wine Cellars SA und der Produzentenvereinigung VinPro getragen. Alle Beteiligten eint die Vorstellung von einem glaubwürdigen Siegel, das die Einhaltung sozial verträglicher Arbeitsbedingungen bescheinigt, basierend auf rigorosen und genau kontrollierten Qualifikationskriterien. Es ist davon auszugehen, dass Südafrika mit der Implementierung dieses Sozialstandards im Vergleich mit anderen Weinerzeugerländern weltweit eine Premiere gelungen ist.<br />
<br />
Der soziale WIETA Best-Practise-Kodex basiert auf den Richtlinien der International Labour Conventions` Ethical Trading Initiative (ILO) und den strengen südafrikanischen (auf deutschem Vorbild basierenden)  Arbeitsgesetzen und erfüllt beide. Der Standard verbietet Kinderarbeit, fordert, dass eine Beschäftigung frei wählbar ist und dass alle Mitarbeiter ein Recht auf ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld haben. Er sieht unter anderem vor, dass die Arbeitnehmer ein Recht auf Koalitionsfreiheit und existenzsichernde Einkommen haben und vor unlauterer Diskriminierung geschützt werden. Auch die Wohn- und Besitzverhältnisse müssen respektiert werden.<br />
<br />
Die Geschäftsführerin der WIETA, Linda Lipparoni, erklärt: "Durch die Einführung eines öffentlichen Siegels erkennen wir entsprechende Weinerzeuger und Farmen an und bescheinigen ihnen, dass sie ethische Ansprüche erfüllen. Wir wollen sie auch vor jeglicher negativen öffentlichen Kritik schützen, die durch jene verursacht wird, die unsere Gesetze missachten." Weiter führt sie aus: "Nach knapp 20 Jahren Demokratie und internationaler Erfahrung mit vorbildlicher Agrarpraxis hat Südafrikas Weinwirtschaft ein Niveau erreicht, auf dem ein Verstoß gegen Menschenrechte nicht mehr gebilligt werden kann. In unserer Branche ist kein Raum für solche, die durch eine unfaire und unmenschliche Arbeitspraxis die Mehrheit der Winzer schädigen. Für unsere Winzer ist eine ethisch korrekte Behandlung ihrer Arbeiter eine moralische und rechtliche Verpflichtung."<br />
<br />
Rico Basson, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft VinPro bekräftigt, dass diese Maßnahme das Vertrauen in die südafrikanischen Weine sowohl im Inland als auch auf den internationalen Abnehmermärkten stärken soll. "Weinliebhaber haben ein Recht darauf, dass die Weine, die sie genießen, mit Respekt vor der Umwelt und ethisch korrekt erzeugt wurden", so Basson. "Unsere Weinwirtschaft hat sich weltweit eine Reputation für eine fortschrittliche ökologische Nachhaltigkeit aufgebaut. Jetzt ist es an der Zeit, diesen vorbildlichen Ruf mithilfe einer glaubwürdigen Infrastruktur, um die ethisch korrekte soziale Dimension zu erweitern." Für den Anfang brauche es zunächst ein besseres Verständnis für die Umsetzung der sozialen Richtlinien – sowohl aufseiten der Arbeiter als auch der Betriebe. "Beide Seiten, die Arbeiter und die Produzenten, müssen ihre Rechte und Verantwortlichkeiten besser verstehen", ergänzt er.<br />
<br />
Lipparoni bestätigt, dass der Sozialstandard – angelehnt an das 2010 eingeführte Nachhaltigkeitssiegel – zukünftig die vollständige Rückverfolgbarkeit über die gesamte Produktionskette vom Weinberg bis zur Flasche gewährleisten soll. Die betriebliche Umsetzung des WIETA-Standards erfolgt in drei Phasen. Die erste Phase widmet sich vornehmlich der zeitgleichen Ausbildung der Arbeiter, den Eigentümern und dem Management in Arbeitsrecht und der Anwendung des WIETA-Kodex. Die Trainingsunterlagen werden den Teilnehmern von der WIETA kostenlos bereitgestellt. Nach der Initiierungsphase müssen alle Betriebe detaillierte Formulare zu Selbsteinschätzung ausfüllen. Dabei überprüft die WIETA die Übereinstimmung mit den Vorgaben und verfolgt dabei das Ziel, die Betriebe bei der Verbesserung der betrieblichen Praxis zu beraten. Die dritte und finale Phase ist ein umfangreiches WIETA-Audit inklusive einer betrieblichen Inspektion vor Ort.<br />
<br />
]]></description>
<pubDate>Fri, 11 May 2012 10:04:29 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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<title>Revolution von oben </title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3272</link>
<description><![CDATA[Da ist in dieser Woche weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit in Berlin etwas für den deutschen Weinbau ganz Revolutionäres beschlossen worden.  Die vom Bundesagrarministerium vorgelegte und vom Kabinett beschlossene siebte Novellierung des Weingesetzes macht in Deutschland den Weg frei für die Schaffung von Appellationen innerhalb der bestehenden  Anbaugebiete. Das bisher allein in Deutschland geltende „germanische“ Weinrecht wird damit  in einem wesentlichen Punkt der in der EU generell praktizierten romanischen Weinordnung angepasst. Dies betrifft vor allem Weine aus Steil- und Terassenlagen, die damit qualitativ abgegrenzt und dann auch auf dem Etikett als solche gekennzeichnet werden können. Wenn man dieses konsequent und richtig umsetzt wird eines der Hauptargumente gegen das Auslaufen der bisherigen Pflanzrechtsregelung obsolet. Ich bin zum einen gespannt, was die Winzer daraus machen werden, und zum anderen ob die Verwaltungen der Bundesländer dies eher fördern oder blockieren werden.  Zum Beispiel dann wenn es darum geht auf Winzerwunsch alte Kataster- und Gewannnamen in die Weinbergrolle einzutragen.    <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 10 May 2012 12:17:26 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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</item>
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<title>Sauvignon aus Silvaner-Land </title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3271</link>
<description><![CDATA[Mit einer Anbaufläche von aktuell 15 Hektar ist Franken im Vergleich zu Baden und Württemberg oder gar der Pfalz noch immer eines der nachrangigen Anbaugebiete für Sauvignon blanc in Deutschland. Entsprechend klein war dort auch die regionale Vorverkostung für die Sauvignon blanc Trophy. Die fünf eingereichten Weine machten allerdings deutlich, dass Sauvignon blanc im Silavner Land durchaus eine Daseinsberechtigung hat und gute Ergebnisse bringen kann.  Sowohl von den Böden her als auch im Bezug auf die klimatischen Bedingungen ist Franken bestens für Sauvignon blanc geeignet.  <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/Juliusspital.JPG" alt="" /><br />
<br />
Der fränkische Sieger und Finalteilnehmer kommt aus dem traditionsreichen Würzburger Juliusspital. Dieser Betrieb hat erst relativ spät auf den sich abzeichnenden Sauvignon blanc Boom in Deutschland reagiert. 2004 wurden zwei Hektar in Retzstatt auf den dort vorherrschenden Muschelkalkböden angepflanzt. 2007  wurde der Jungfernertrag geerntet und vinifiziert.  Aber in einer recht kurzen Zeit entwickelte man bereits einen vielversprechenden eigenen Stil, den die Jury mit dem ersten Platz dieser kleinen Konkurrenz honorierte.  Der Ertrag lag 2011 knapp unter 40 hl/ha  Ausgebaut wurde der Wein überwiegend (90 %) im Edelstahltank und zu 10 Prozent in 500 Liter Fass mit einem viermonatigem Lager auf der Feinhefe,  was dem Wein zusätzliche Struktur aber auch eine schöne Geschmeidigkeit verlieh.  <a href="http://www-juliusspital.de"></a> <br /><br /> <b>Die TOP 5 aus Franken</b><br />
<br />
<b>Platz 1</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Juliusspital, Würzburg<br />
9.000 Flaschen. 13,5 % vol. Alkohol.  7,90 Euro. 88/100 Punkte<br />
<a href="http://www-juliusspital.de">www-juliusspital.de</a><br />
<br />
<b>Platz 2</b><br />
2011 Iphofen Kronsberg<br />
Weingut Zehntkeller, Iphofem<br />
1.370 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol. 12 Euro. 87/100 Punkte<br />
<a href="www.zehntkeller.de">www.zehntkeller.de</a><br />
Eigene Notiz: Helles strohgelb mit Grünreflexen. Nase frisch, aber verhalten. Feiner Sortencharakter. Am Gaumen saftig, gute Säure, nachhaltig <br />
<br />
<b>Platz 3</b><br />
2011 Sauvignon blanc Geißberg Kabinett<br />
Weingut  Roth, Wiesenbronn<br />
2.000 Flaschen. 8 Euro. 87/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-roth.de">www.weingut-roth.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Nase mit deutlichen reifen Fruchtaromen, zart rauchig. Keinerlei grüne Noten. Am Gaumen recht saftig, gute Säure, Fülle, etwa Restsüsse. Und hinten eine leichte Bitternote.<br />
<br />
<b>Platz 4</b><br />
2011 Sauvignon blanc (AP Nr. 2912)<br />
Familienweingut Braun, Fahr <br />
375 Flaschen. 7 Euro. 86/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-braun.de">www.weingut-braun.de</a><br />
Eigene Notiz: Helles strohgelb. Sehr feine delikate Nase, etwas Frucht, nichts Grünes. Feine Mineralität, sehr schlank,  Hat nicht ganz die Lebendigkeit des  Schwesterweins.  Wirkt auf mich aber etwas spannender durch seine besser erkennbare Mineralität. <br />
<br />
<b>Platz 5</b><br />
2011 Sauvignon blanc AP nr. 3112<br />
Familienweingut Braun, Fahr<br />
465 Flaschen. 7 Euro, 85/100 Punkte<br />
Eigene Notiz:  Helles strohgelb.  Zartfruchtige Nase, helle, frische Obstaromen, nichts Grasiges. Am Gaumen saftig. Wirkte leicht und lebendig mit Zitrusnoten. Kurzer Abgang.<br />
]]></description>
<pubDate>Wed, 09 May 2012 14:15:03 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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<ent:topic ent:href="http://www.blogg.de/?category=wein" ent:id="wein">wein</ent:topic>
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</item>
<item>
<title>Aldingers mineralische „Cuvée S“</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3270</link>
<description><![CDATA[Seit der ersten Sauvignon blanc Trophy im Jahr 2005 war die regionale Konkurrenz meist geprägt von einem  Duell der beiden Fellbacher Weingüter  Aldinger  und Schnaitmann.  Beiden ist auch schon 2010 und 2007 jeweils ein Gesamtsieg gelungen. In diesem Jahr hatte Gerd Aldinger mit seinem  Cuvée S *** die Nase vorn. Der Wein zeigte in der Verkostung in der Nase wie am Gaumen eine vehemente würzige Form von Mineralität, fest, zunächst kantig und schroff, erst mit viel Luft kontakt sich öffnend. Er ist wuchtig, dicht und konzentriert, extrem nachhaltig und lang.<br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/Aldinger.JPG" alt="" /><br />
<br />
Das Weingut Aldinger zählt zu den Erzeugern in Württemberg, die nicht nur sehr früh die besondere Eignung des Remstals für diese Sorte richtig einschätzten, sondern auch die kommerziellen Möglichkeiten erkannten. Die ersten Rebstöcke wurden  bereits 1987 gepflanzt, Inzwischen verfügt man über  knapp 2 Hektar.  Die Trauben für den Wein stammen  aus insgesamt fünf Parzellen in den Lagen Gips, Lämmler, Hanweiler, Rothenberg und Lichtenberg in Fellbach und (Untertürkeim. Die ältesten Reben sind 25 bzw. 19 Jahre alt, die jüngsten immerhin schon 12 Jahre. Der Ertrag lag unter 50 hl/ha. Der Ausbau  erfolgte überwiegend im Stahltank, ein kleiner Teil im Barrique.  <br />
<br />
In keiner anderen bislang verkosteten Region war das Qualitätsniveau an der Spitze so dicht wie in Württemberg.  Zwar hat das „Cuvée S“ von Gerd Aldinger den regionalen Vorentscheid klar gewonnen,  aber bei  den Weinen auf den Plätzen 2 bis 6 waren es nur sehr geringe Abstände hinter dem Komma, die den Ausschlag für die Platzierungen ergaben. Insgesamt gehen zwölf Württemberger in Finale. <a href="http://www.weingut-bader.de"></a> <br /><br /> <b>Die Württemberg TOP 10</b><br />
<br />
<b>Platz 1</b><br />
2011 Sauvignon blanc  „Cuvée S“ ***<br />
Weingut G. Aldinger, Fellbach<br />
7.500 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol.  18,70 Euro. 92/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-aldinger.de">www.weingut-aldinger.de</a><br />
<br />
<b>Platz 2</b><br />
2011 Sauvignon blanc ***<br />
Weingut Rainer Schnaitmann, Fellbach<br />
6.200 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol. 18,50 Euro. 91/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-schnaitmann.de">www.weingut-schnaitmann.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz:  Nase verhalten, dezent, verschlossen, etwas grüner Apfel. Am Gaumen saftig, schöne elegante Art, geradlinig mit Finesse.  Stilistisch völlig anders als der opulente, würzige  Vorjahressieger. <br />
<br />
<b>Platz 3</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Schlosskellerei Affaltrach , Obersulm <br />
6.000 Flaschen.  12,2 % vol. Alkohol. 6,55 Euro. 91/100 Punkte<br />
<a href="http://www.schlossaffaltrach.de">www.schlossaffaltrach.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz: In der Nase eine sehr schöne, eindrucksvolle Würze, etwas rauchig. Am Gaumen saftig, reiche Frucht, reifes helles Obst. Langer Abgang.  <br />
<br />
<b>Platz 4</b><br />
2011 Sauvignon blanc ***<br />
Weinmanufaktur Untertürkheim, Stuttgart<br />
8.900 Flaschen. 12,5 % vol. Alkohol. 9,90 Euro. 91/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weinmanufaktur.de">www.weinmanufaktur.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz:  Strohgelb. Eine verhaltener Auftritt in der Nase aber dabei sehr typisch SB mit etwas Stachelbeere, dazu auch mineralisch-erdige Noten und Brennnessel. Am Gaumen saftig, reich und opulent. Schöne reife Rhabarber- und Stachelbeeraromen.<br />
<br />
<b>Platz 5</b><br />
2011 Sauvignon blanc ***<br />
Weingut Dobler, Weinstadt-Beutelsbach<br />
1.500 Flaschen. 13,5 % vol. Alkohol. 12,50 Euro. 91/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-dobler.de">www.weingut-dobler.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Feine, dezente Sortennase. Am Gaumen dicht und kraftvoll, saftig, schöne konzentrierte Art, langer Abgang.<br />
<br />
<b>Platz 6</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Collegium Wirtemberg, Stuttgart<br />
3.000 Flaschen. 13 % vol. Alkohol. 11,50 Euro. 90/100 Punkte<br />
<a href="http://www.collegium-wirtemberg.de">www.collegium-wirtemberg.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz:  In der Nase eine schöne typische Art, vor allem Brennnessel. Am Gaumen klare, reife Aromatik, ein saftiger, reicher Sauvignon blanc, lang im Nachhall und im Abgang.<br />
<br />
<b>Platz 7</b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Weingut Klopfer, Weinstadt-Grossheppach<br />
6.000 Flaschen.  12,5 % vol. Alkohol9,80 Euro. 90/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-klopfer.de">www.weingut-klopfer.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Nase mit einer leicht tropisch gefärbten Frucht.  Schöne reife Art. Am gaumen saftig, dichter schöner opulenter Stoff, nachhaltig, langer Abgang. <br />
<br />
<b>Platz 8</b><br />
2011 Haselstein Sauvignon blanc ***<br />
Weingut Luckert, Winnenden<br />
680 Flaschen, 13 % vol. Alkohol. 13 Euro.  90/100<br />
<a href="http://www.weingut-luckert.com">www.weingut-luckert.com</a><br />
<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Sehr helle Farbe.  In der Nase eine sehr deutliche Sortencharakteristik mit reifer Stachelbeere, zart rauchig, etwas Brennnessel. Am Gaumen eine schöne, stoffige Fülle, dabei frisch, saftig. Langer Abgang. <br />
<br />
<b>Platz 9</b><br />
2011 Sauvignon blanc „Stubensandstein“<br />
Weingut Georg und Anja Merkle, Ochsenbach<br />
2.000 Flaschen. 14 % vol. Alkohol. 15 Euro. 90/100 Flaschen<br />
<a href="http://www.weingut-merkle.de">www.weingut-merkle.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. In der Nase leicht rauchig, markante Frucht.  Am Gaumen opulent, saftig, schöne Konzentration. Der recht hohe Alkohol ist sehr gut eingebunden. <br />
<br />
<b>Platz 10</b><br />
2011 Sauvignon blanc „Visavis“<br />
Weingut H. Bader, Kernen-Stetten<br />
1.000 Flaschen. 13,5 % vol. Alkohol. 10,50 Euro. 89/100<br />
<a href="http://www.weingut-bader.de">www.weingut-bader.de</a><br />
<br />
Eigene Notiz: Strohgelb. In der Nase sehr verhalten, dezent rauchig. Am Gaumen recht säurebetont, mineralische Art, etwas Feuerstein. Guter Abgang. Nachhaltig. <br />
]]></description>
<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:06:47 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Barrique, Stahl und reife Frucht</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3269</link>
<description><![CDATA[In diesem Jahr waren es  die badische Winzer, die zum Aufgalopp der Sauvignon blanc Trophy antraten.  29 Weine aus allen Regionen des Anbaugebietes vom Bodensee im Süden bis zum Kraichgau im Norden standen auf dem Prüfstand der Jury. Namhafte Winzer, aber auch zahlreiche Genossenschaften nahmen am  Wettbewerb teil. Der Sieger kommt in aus dem Markgräflerland und heisst  Martin Wassmer. Er belegte mit seiner Sauvignon Spätlese  souverän den ersten Platz, aber mit seinem Zweitwein auch den Rang drei hinter Karl-Heinz Johner auf Platz zwei.  Auf Platz vier Ewald Kopp  aus dem badischen Norden und auf Platz fünf die WG Pfaffenweiler, einer der grössten Erzeuger Deutschlands für die Sorte Sauvignon blanc mit einer totalen Jahres-Produktion von fast 120.000 Flaschen. <br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/wassmer.JPG" alt="" /><br />
<br />
Martin Wassmer aus Schlatt, einem Ortsteil von Bad Krozingen,  ist gelernter Koch, Spargelbauer und seit bald 15 Jahren auch ein erfolgreicher Winzer.  Vor allem in Dottingen ,  Ehrenstetten und Laufen hat er Besitz in einigen Margräfler Spitzenlagen, wo er vor allem die diversen Burgundersorten pflegt. Für Markgräfler Verhältnisse ist der Anteil  der Steillagen mit 7 Hektar recht gross. Vor acht jahren pflanzte er die ersten DSauvignon blancs mit Klonen eines  Rebveredlers in Burgund. Inzwischen ist die Anlage 2,5 Hektar gross. Sie besteht aus zwei  Weinbergen in den Lagen Maltesergarten in Schlatt und Altenberg in Laufen. Die Reben stehen dort teils auf schwerem, lehmigen Boden teils, auf stark kalkhaltigem Löss-Lehm. Die Anlagen wurden stark ausgedünnt und bis auf einem Ertrag von 30 hl/ha reduziert, was sich auch noch im Zweitwein, der auf Platz drei landete, bemerkbar macht . Die Spätlese wurde zur Hälfte in neuen Barriques und zur Hälfte im Stahltank ausgebaut. Der Holzeinsatz ist im fertigen Wein kaum zu spüren, so gut ist das sind die Holzaromen eingebunden, so opulent und reich ist andererseits die Frucht in diesem Wein. Allein in der Nase macht sich das Barrique noch etwas mit rauchigen und gummiartigen Noten bemerkbar. Am Gaumen ist das ein kraftvoller, herrlich stoffiger Wein, bei aller Wucht sehr lebendig, mit einer schönen Säure und einem langen Nachhall.   <br /><br /> <b>Die Baden TOP 10 </b><br />
<br />
<b>Platz 1 </b><br />
2011 Sauvignon blanc Spätlese trocken „SW“<br />
Weingut Martin Wassmer<br />
4.000 Flaschen, 16,50 Euro, 93/100 Punkte<br />
<a href="http//:www.weingut-wassmer.de ">www.weingut-wassmer.de </a><br />
<br />
<b>Platz 2</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Karl-Heinz Johner  <br />
4.000 Flaschen, 18 Euro, 90/100 Punkte <br />
<a href="http://www.johner.de">www.johner.de</a><br />
Eigene Notiz: eine sehr sortentypische Nase mit vielen Facetten: Stachelbeere als Grundton, dazu erdig-mineralische Noten, etwas rauchig. Dabei sehr frisch. Am Gaumen eine klare, reife Frucht, auch hier ein klarer Sortencharakter, schöne Säure.  Langer Nachhall und  Abgang. Ein wirklich toller, seriöser Sauvignon auf internationalem Niveau.   <br />
<br />
<b>Platz 3</b><br />
2011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Martin Wassmer <br />
14.500 Flaschen, 9,50 Euro, 90/100 Punkte<br />
Eigene Notiz: Sehr helles strohgelb.   Klarer, sauberer Sortencharakter in der Nase mit dem Duft on Brennnesseln und Stachelbeere.  Am Gaumen schlank, aber auch nachhaltig und mineralisch. Im Abgang etwas dunkle Schokolade.<br />
<br />
<b>Platz 4</b><br />
29011 Sauvignon blanc<br />
Weingut Ewald Kopp<br />
6.000 Flaschen. 10,90 Euro,  89/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-kopp.com">www.weingut-kopp.com</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Schöne reife Art in der Nase mit einer hellen Frucht.  Am Gaumen opulent mit saftiger, frischer  Frucht, auch Mineralität. Langer nachhaltiger Abgang. <br />
<br />
<b>Platz 5</b><br />
2011 Sauvignon blanc „Sancta Clara“<br />
Weinhaus Pfaffenweiler<br />
30.000 Flaschen, 8 Euro, 89/100 Punkte<br />
<a href="http://www.pfaffenweiler-wein.de">www.pfaffenweiler-wein.de</a><br />
Eigene Notiz:  Helles strohgelb. Eine verhaltene Nase mit einem leicht rauchigen Duft mit heller Frucht. Hat Körper und Stoff, würziger Charakter, leichte Bitternote im Abgang. Hat mich persönlich nicht so sehr überzeugt wie die anderen Juroren.  <br />
<br />
<b>Platz 6</b><br />
2011 Sauvignon blanc Burkheim Feuerberg<br />
Burkheimer Winzer e.G.<br />
4.800 Flaschen, 7,60 Euro, 89/100 Punkte<br />
<a href="http://www.burkheimerweine.de">www.burkheimerweine.de</a><br />
Eigene Notiz:  Strohgelb. Nase zunächst recht verhalten mit einer leicht exotischen Würze, zarte Honignote etwas Bisquit, reife Frucht.  Ein recht opulenter, interessanter Wein der Zeit und Luft braucht um sich zu entwickeln wie die Nachverkostung zeigte.<br />
<br />
<b>Platz 7</b><br />
2011 Sauvignon Herrenbuck „Inovation“<br />
Weingut Friedrich Kiefer<br />
9016 Flaschen, 13,50 Euro, 89/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingutkiefer.de">www.weingutkiefer.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Nase mit einer schönen, reifen Stachelbeerfrucht. Sehr sortentypisch.- Am Gaumen opulent, ein schöner weil stoffig, saftiger Wen. Bei aller Reife aber auch Klarheit und Frische. <br />
<br />
<b>Platz 8</b><br />
2011 Sauvignon blanc „Vision“<br />
WG Jechtingen<br />
7.000 Flaschen, 5,95 Euro,  88/100 Punkte<br />
<a href="http://www.wg-jechtingen.de">www.wg-jechtingen.de</a><br />
Eigene Notiz:  Strohgelb.  In der Nase ein sehr schöner, reifer Obst- und Stachelbeerduft, opulent,  nichts Grünes. Am Gaumen saftig, dicht, rund und weich. Zarte Bitternote im Abgang, <br />
<br />
<b>Platz 9 </b><br />
2011 Sauvignon blanc <br />
Alde Gott e.G.<br />
7.000 Flaschen, 9,80 Euro, 88/100 Punkte<br />
<a href="http://www.aldegott.de">www.aldegott.de</a><br />
Eigene Notiz:  Strohgelb. Sehr charakteristische Nase mit Duft von Brennnesseln und  getrocknetem Gras, dabei aber nicht grasig-grün sondern würzig. Am Gaumen saftig, frisch, sehr säurebetont, nachhaltig, guter Abgang. <br />
<br />
<b>Platz 10 </b><br />
2011 Sauvignon blanc „Edition Unique“<br />
Hex vom Dasenstein<br />
10.800 Flaschen, 9,50 Euro, 88/100 Punkte<br />
<a href="http://www.dasenstein.de">www.dasenstein.de</a><br />
Eigene Notiz:  Strohgelb.  Verhaltene Nase, etwas rauchig, mineralisch, helle Frucht. Am  Gaumen wirkt der Wein schlank, saftig, frisch, kräftige Säure, guter Abgang. <br />
<br />
2011 Sauvignon blanc Kabinett trocken<br />
Weingut Herztal<br />
1.000 Flaschen, 7,10 Euro, 88/100 Punkte<br />
<a href="http://www.weingut-herztal.de">www.weingut-herztal.de</a><br />
Eigene Notiz: Strohgelb. Schöne würzige Nase, dazu typische Stachelbeerfrucht. Am Gaumen saftig, dicht strukturiert, sehr gehaltvoill, kräftig, langer Abgang,<br />
]]></description>
<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 16:12:09 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Sauvignon blanc liegt voll im Trend</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3268</link>
<description><![CDATA[Ende dieser Woche beginnen in Hamburg die regionalen Vorverkostungen für die diesjährige Sauvignon blanc Trophy. Der Wettbewerb wird zum siebten Mal ausgetragen und zum dritten Mal in Kooperation mit dem Wein- und Genussmagazin Falstaff. Die Sorte erfreut sich in Deutschland sowohl bei Erzeugern wie bei den Konsumenten wachsender Beliebtheit. Einige Zahlen, die ich recherchiert habe, belegen: Sauvignon blanc liegt in Deutschland voll im Trend. <br />
 <br />
<img src="http://data.blogg.de/2179/images/svbl.jpg" alt="" /><br />
Foto: Johner<br />
<br />
Im vergangenen Jahr erreichte die Rebfläche des Sauvignon blanc in Deutschland 650 Hektar. Das ist knapp ein Prozent der Rebfläche für weisse Sorten in Deutschland bzw. 0,6 Prozent der Gesamtrebfläche. Neben den weissen Burgundersorten ist der Sauvignon blanc mit einer Zunahme von 69 ha  gegenüber 2010 (+ 11,8 %) die derzeit am schnellsten wachsende Rebsorte in Deutschland. Sie liegt in der Statistik der in Deutschland angebauten Rebsorten auf Platz 20 (2011) bzw. Platz 12 bei den weissen Rebsorten. Die größten Anbauflächen befanden sich 2011 in der Pfalz (277 Hektar), Rheinhessen (169 Hektar), Baden (101 Hektar) und Württemberg (46 Hektar). Kleinere Flächen gibt es in Franken (15 Hektar), an der Nahe (14 Hektar), an der Mosel (11 Hektar), im Rheingau (9 Hektar), Saale/Unstrut (2 Hektar), am Mittelrhein (2 Hektar) und an der Hessischen Bergstrasse (1 Hektar).     <br /><br /> Diese rasante Entwicklung spiegelt sich auch in den Anmeldungen für die Sauvignon blanc Trophy 2012 wieder. Insgesamt beteiligen sich mehr als 150 Erzeuger aus Baden, von der Bergstrasse, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau und Rheinhessen, Saale-Unstrut und Württemberg mit fast 200 Weinen an dem Wettbewerb. Das sind ca. 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.  Da knapp die Hälfte aller deutschen SB-Erzeuger an dem Wettbewerb teilnimmt, kann dieser für eine statistische Auswertung als durchaus repräsentativ gelten.  <br />
<br />
Bei den angemeldeten Weinen gibt es denn auch einige bemerkenswerte Trends zu beobachten. Nur noch knapp acht Prozent der der eingereichten Weine werden auf dem Etikett mit einer Qualitätsstufe wie Kabinett oder Spätlese bezeichnet.  Nur ein Viertel der Weine tragen eine Lagenbezeichnung. Alle anderen werden als Sauvignon blanc oft auch ohne den Zusatz trocken bezeichnet und teilweise mit betriebseigenen Klassifizierungen wie ** oder ***, R,  Edition, Selection etc. gekennzeichnet. Es gibt inzwischen in Deutschland  mehr als ein Dutzend Erzeuger, die  mehr als 10.000 Flaschen, weilweise bis 40.000 oder 50.000 Flaschen produzieren.<br />
<br />
Die wachsende Freude der Winzer an dieser Sorte ist im Übrigen leicht erklärbar, wenn man einen Blick auf die Endverbraucherpreise wirft. Sie bekommen für eine 0,75 l Flasche Qualitätswein vom Sauvignon blanc einen deutlich höheren Preis als für einen vergleichbaren Riesling. Der Durchschnittspreis der am Wettbewerbt beteiligten Weine liegt bei 8,83 Euro. Am höchsten liegen die  Durchschnittspreise in Württemberg (11,34 Euro) und Baden (10,20 Euro), am niedrigsten in Rheinhessen (7,24 Euro).  In Franken erlösen die Winzer im  Schnitt 8,40 Euro und in der Pfalz 7,95 Euro pro Flasche. Zum Vergleich: der durchschnittliche Endverbraucher-Preis für eine Flasche deutschen Weins ab Hof bzw. im Fachhandel liegt laut DWI derzeit bei ca. 5,70 Euro. ]]></description>
<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 22:36:51 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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<item>
<title>Was hat Bitterfeld mit Wein zu tun? </title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3267</link>
<description><![CDATA[In einem lesenswerten Artikel beschäftigt sich Roman Bucheli <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/was-von-bitterfeld-bleibt_1.16407437.html">in der NZZ </a>mit Bitterfeld im Spiegel der beiden Bücher Flugasche (1981) und Bitterfelder Bogen (2009), die die Schriftstellerin Monika Maron diesem Industriestandort  gewidmet hat. Einst Zentrum der ostdeutschen Chemieindustrie wurde hier zum Beginn dieses Jahrhunderts mit horrenden staatlichen Subventionen in die Photovoltaik ein Solar Valley hochgezogen, das gerade von der chinesischen Konkurrenz platt gemacht wird. Ein Milliarden-Grab für Steuergelder. Leider nur mit einem einzigen Nebensatz wird in dem Artikel das andere, weit weniger kostenintensive  Zukunftsprojekt im Grossraum Leipzig gewürdigt: „Geflutete Tagebaue versprechen Freizeitvergnügen inmitten einer künstlich geschaffenen Seenplatte.“ Dort hätte ohne Subventionen in der gleichen Zeit in Eigeninitiative ein komplettes <a href="http://www.leipzigseen.de/marktplatz/direktvermarkter/weinbau-am-geiseltalsee.html">grosstadtnahes Weinbaugebiet</a> mit allem drum und dran entstehen können: Weingüter, Weinlokale, Weinfeste, Pensionen, Landhotels etc.. Doch das wurde und wird entsprechend der Gesetzeslage von den Behörden systematisch verhindert. Anpflanzungen <a href="http://www.l-iz.de/Politik/Region/2011/07/Muss-der-Groitzscher-Weinberg-verschwinden-Hobby-Winzer-bangen.html">für illegal erklärt</a>,  <a href="http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5887&showNews=465855">Bussgelder verhängt</a>, <a href="http://www.lvz-online.de/region/markkleeberg/illegal-gepflanzte-weinreben-am-stoermthaler-see-sind-gerodet--hobby-anbau-soll-folgen/r-markkleeberg-a-83324.html">gerodet</a>.  Statt sich um mögliche Ausnahmeregelungen und Flächentausch zu bemühen (wie z.B. Schleswig Holstein) führt das sächsische Landwirtschaftsministerium hier einen legalistischen, aber höchst törichten Kampf gegen die Zukunft einer Region. Natürlich sind all diese Versuche von Bürgern aber auch von Gemeinden hier ein Stück Zukunft zu schaffen illegal; denn noch immer gilt die unsägliche Pflanzrechtsregelung für Weinreben. Die deutsche Weinwirtschaft verteidigt dieses System im Verein mit einigen anderen Ländern mit allen Mitteln. Die EU hätte es am liebsten bereits 2010 ersatzlos gestrichen, es aber auf Druck v.a. der deutschen Winzerschaft immer wieder per Übgangfrist verlängert. Unter dem Deckmantel des Schutz von Kulturlandschaften wird hier nichts anderes als unverfrorene Besitzstandswahrung betrieben.  Dabei wäre gerade hierzulande ein Umdenken dringend  erforderlich; denn die nördliche Weinbaugrenze, die im vergangenen Jahrhundert noch am 50. Breitengrad verlief, hat sich durch den Klimawandel nach Norden bis auf den 54. Breitengrad vorgeschoben. Dies eröffnet der Weinwirtschaft vor allem im Norden und der Mitte Europas völlig neue Perspektiven, die von Ländern wie Grossbritannien, Dänemark und Polen auch vielfältig und erfolgreich genutzt werden, während Deutschland Bremsklotz spielt.  <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 10:40:24 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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<title>Jahrgang 2012: Das Jahr begann trocken und warm</title>
<link>http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=3266</link>
<description><![CDATA[Das erste Quartal des Jahres ist vorbei. Die Reben haben fast überall ausgetrieben und damit kann die Kaffeesatzleserei für den Jahrgangs 2012 beginnen.  In der Schweiz meldet beispielsweise Meteo Suisse, dass  es im Mittelland der sonnigste März seit 1961 gewesen sein. In den meisten Landesteilen und Höhenlagen war es mit positiven Abweichungen von 3 bis 4,5 Grad Celsius der zweit- bis fünftwärmste März seit Messbeginn 1864. Bis zu 5 Grad wärmer als normal war es auf den Jurahöhen.  Ähnlich sah es auch in Bordeaux aus. Das Jahr 2012 begann hier mit einer  Trockenperiode  von gute drei Monaten. Erst an  Ostern gab es nennenswerte Niederschläge zu vermelden.  Auch in Deutschland präsentierte sich der März bei ungewöhnlich viel Sonnenschein sehr warm und sehr trocken. Gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 übertraf der März 2012 bundesweit mit 6,9 Grad Celsius (°C) sein Soll von 3,5°C um +3,4 Grad. Geht man von der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 aus, betrug die Abweichung +2,6 Grad. Somit war der Monat nur geringfügig kühler als die bisher wärmsten Märzmonate aus den Jahren 1938 und 1989, beide mit 7,0°C. Am 16. März kletterte das Quecksilber in Emmendingen-Mundingen, nördlich von Freiburg, auf 23,9°C. Rheinfelden am Hochrhein meldete an insgesamt elf Tagen ein Maximum von über 20°C. Mit einer gefallenen Wassermenge von etwa 16 Litern pro Quadratmeter (l/m²) brachte der März 2012 nur 28 Prozent des Sollwertes von 57 l/m² zusammen. Seit Aufzeichnungsbeginn 1881 fielen nur die Märzmonate 1929 mit 10 l/m² und 1953 mit 13 l/m² noch trockener aus. Der März 2012 erreichte bundesweit mit rund 168 Sonnenstunden immerhin 152 Prozent seines Solls von 111 Stunden. Damit war der März 2012 sogar sonniger als der Sommermonat Juli 2011, der nur 158 Stunden schaffte. In der 1951 beginnenden Messreihe landete der März 2012 auf dem vierten Platz hinter den Jahren 1953, 2011 und 2003 mit 194, 187 und 171 Sonnenscheinstunden. <br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 15:35:38 +0200</pubDate>
<dc:creator>Scheuermann</dc:creator>
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